Liebe Freunde,
nun hab ich mich wirklich lange nicht gemeldet, aber damit müsst ihr leben hehehe
Heute will ich euch aufgrund aktuellen Anlasses etwas von Taifunen und Erbeben erzaehlen, denn auch das ist eine Seite von Japan, die man besser im Hinterkopf behalten sollte.
Als ich heute morgen meinen Marsch zu dem eine halbe Stunde entfernten Bahnhof angetreten habe, war Eikosan schon lange aus dem Haus, viel früher als sonst, weil sie Angst hatte, die Züge würden stehen bleiben, oder extrem verspätet sein. Und das ist kein bisschen abwegig. Je nachdem welche Strecken der Zug nimmt, kann er Gefahr laufen, von den Schienen geweht zu werden, sodass ganze Linien für einige Zeit den Betrieb voll einstellen.
Mein Zug blieb nicht stehen, nein, aber die Kunst war erst einmal, überhaupt zum Bahnhof zu kommen. Der Wind peitscht einem den Regen von allen Seiten um die Ohren, und selbst mein guter Schirm wurde mit einigen heftigen Schlägen massakriert, sodass er nun etwas deformiert aussieht. Gehalten hat er aber, im Gegensatz zu den 100\-Schirmen, doch, soll heißen, er hat sich nicht nach oben weggefaltet wie ein Blatt Papier. So blieb zumindest mein Kopf trocken, und ich konnte mich weiter über den blöden Wind und den beschissenen Regen aufregen. Das Tolle ist natürlich noch, das der Regen nicht nur von oben oder den Seiten kommt, sondern scheinbar mit Vorliebe vom Boden abzuprallen scheint und somit auch von unten kommt, was die Illusion, man könnte wenigstens mit halb trockener Hose am Zielort ankommen, vollends zerschlägt.
Nachdem man sich dann endlich zum Bus gekämpft hat, schwitzt man sich darin alles Wasser aus dem Körper, oder sei es doch nur der Fakt, dass die Luftfeuchtigkeit so hoch ist, dass man sich im Stehen das Gesicht waschen kann?!
Nun, wie man es dreht und wendet, Taifune sind gar nicht so lustig, wie man vielleicht denke könnte, es sei denn, man hat einen trockenen Platz zum Fruehstuecken am Fenster und kann den Leuten dabei zusehen, wie sie verzweifelt versuchen zu verhindern, das sich ihr Schirm um ihren Körper wickelt.
Genauso lustig wie Taifune koennte man sagen, sind Erdbeben, auf Japanisch sagt man "Tschishin" (geschrieben:Jishin).
Erdbeben sind sehr haeufig und kommen immer ziemlich ploetzlich und unerwartet.
Allerdings sind die meisten so klein, dass man sie nicht unbedingt mitbekommt.
Erst ab einer gewissen Groesse kann man dann feststellen, dass der Boden eigentlich nicht so doll wackeln sollte, aber ich habe in meiner Zeit bis jetzt noch nicht wirklich viele spuerbare Erdbeben erlebt, und selbst diese waren fuer meine Empfindung relativ unbeeindruckend.
Trotzdem bekommt man ein etwas merkwürdiges Gefühl, wenn man das erste Mal durchgeschüttelt wird, denn man kann erstmal gar nicht wirklich zuordnen, was gerade passiert.
Das ich noch kein richtig großes abbekommen habe, finde ich auch nicht wirklich schlimm, und ich bin froh, wenn das auch so bleiben sollte.
Vor allem will ich mich zur Zeit eines grösseren Erdbebens nicht in einem Hochhaus wiederfinden, denn das schwankt nach japanischer Bauart wundervoll hin und her, und es waere ja nicht so, als haette ich nicht schon Höhenangst...
Man hoert bald wieder in Reallife von mir, denn am 1.Juli treffe ich wieder auf deutschem Boden ein, und der wackelt dann bestimmt auch nicht ^^
Schreiben werde ich dann sicher auch von Deutschland aus das eine oder andere, also bleibt mir treu, auch wenns schwer faellt ;)
Dienstag, 20. Mai 2008
Dienstag, 1. April 2008
Hammer des Monats 7 (Februar)
Nun, liebe Leser und Leserinnen,
es ist schon April, der Frühling hat uns eingeholt und man wartet gespannt auf die wärmeren Tage des Jahres.
Aber mein Hammer des Monats, der mal wieder zu spaet kommt (seid ihr ja schon gewoehnt moecht ich wetten) dreht sich nicht um den Fruehling und auch nicht um die Waerme, sondern um etwas ganz anderes, etwas viel japanischeres.
Meine Damen und Herren, diesmal geht es um Kimonos.
Ich habe meine Posts mal wieder durchgesehen, und festgestellt, dass ich bis jetzt zwar schon ueber Teezeremonie geschrieben hatte, aber noch gar nicht, ueber meine woechentliche Pflichtveranstaltung, dabei gehe ich da doch schon seit Oktober hin.
Also, dann muss ich das jetzt nachholen und packe es in den neusten Hammer des Monats, denn ein Hammer ist es allemal ^^
Also, als ich dereinst mit Katharina (einige moegen sich erinnern, das sie ebenfalls ein Homestay und ausserdem Mitschueler in meinem Japanisch-Kurs war) ueber ein herbstliches Fest direkt vorm Tokyo-Tower schlenderte, wurden wir ploetzlich von einem Japaner aufgehalten, der uns lautstark dazu ermuntern versuchte, mal einen Kimono anzuprobieren. Nun gut, wir hatten nichts weiter vor und ausserdem wollte ich sowieso schon immer mal einen tragen, denn ich bin einfach ein Fan von Kimonos, ja, ich bin ein Kimono-otaku (otaku koennte man etwa mit Freak oder so was uebersetzen ^^)
Gesagt, getan, 10 Minuten spaeter fanden wir uns in voller "Tracht" vor der Linse einer Kamera wieder, die uns zwei Blitzer spendierte und dann wurden wir auch schon wieder ausgewickelt.
Da die Mitarbeiter in dem kleinen Zelt alle ziemlich gut Englisch sprachen, wagte ich es, eine aeltere Frau zu fragen, ob es denn nicht eine Kimono-schule in der Naehe gaebe. (Die Leute hier muessen ja auch irgendwo her kommen, spriessen ja nicht wie Pilze aus dem Boden) Ehe ich michs versah, war meine Adresse notiert mit dem Versprechen, sich so bald wie moeglich zu melden und mir genaueres zu sagen.
Ehrlich gesagt habe ich zu diesem Zeitpunkt nur zu 50% damit gerechnet, dass ich wirklich einen Anruf erhalte, aber schon nach etwa 2 Wochen klingelte bei uns das Telefon.
Ich fuhr also zunaechst furchtbar nervoes zu dem beschriebenen Ort, der von uns zu Hause (Bus eingeschlossen) etwas mehr als 1 Stunde entfernt ist.
Trotz meiner anfaenglichen Angst, etwas falsch machen zu koennen oder auf abweisende Japaner zu stossen, fand ich eine Gruppe superfreundlicher Frauen vor, von denen zwar nur eine ein wenig Englisch spricht, aber die Verstaendigung funktioniert trotzdem gut.
Unsere Lehrerin (Takahashi-sensei) ist eine quirlige alte Dame, mit der man schwer Schritt halten kann (selbst wenn man nicht in einen Kimono geschnuert ist) und die zu meinem grossen Erstauenen schon 72 Jahre alt ist. Sie liebt es einem alles moegliche zu erklaeren, und macht sich gluecklicherweise nicht viel daraus, das mein hoefliches Japanisch doch noch zu wuenschen uebrig laesst.
Die Frau, die mich freundlicherweise angerufen und angeleitet hat (und dies auch immernoch tut) heisst Hirai-san. Sie spricht ihrer eigenen Aussage nach kein bisschen Englisch, wobei es mich ueberrascht dass ihre Emails immer zuerst in Englisch und dann in Japanisch geschrieben sind, und sie mir manche Dinge regelmaessig nochmal in Englisch erklaert, wenn sie glaubt, ich koennte sie nicht verstanden haben.
Hirai-san ist so etwas wie mein Mentor, ohne sie waere ich wohl kaum in die Gruppe hineingekommen, wofuer ich ihr wirklich sehr dankbar bin.
So stehe ich jeden Samstag-morgen um 10 Uhr in Tamachi auf der (Tatami-)Matte, knie mich hin, verbeuge mich bis auf den Boden und lasse ein "Ohayou gozaimasu" (Guten Morgen) vernehmen, was mit der selben Geste der Anwesenden beantwortet wird, bevor ich mir einen Platz in einem der zwei Tatamiraeume suche, mein Zeug auspacke und beginne zu ueben.
Ich kann mittlerweile gut genug den Kimono und Obi binden, das ich keine Hilfe, sondern nur noch Verbesserungsvorschlaege bekomme, und manchmal fragt mich eine der Frauen, die neben mir stehen um Rat.
Nun ist es aber eigentlich gar nicht das, was ich hier in diesem Hammer des Monats thematisieren moechte.
Nun, wie schon gesagt, dreht es sich schon um Kimonos, aber nicht in Form von Lernen, wie man sie anzieht.
Im Februar wurden wir naemlich alle von Takahashi-sensei auf ein "Festival" eingeladen. Man koennte auch sagen, es war eher eine Ausstellung.
Kimonomacher stellten ihr Handwerk vor, und natuerlich konnte man die "Kunstwerke" auch kaufen.
Natuerlich konnte ich mich gar nicht mehr einkriegen, so toll waren die Kimonos. Meine Lehrerin betaetigete sich auch persoenlich als Fuehrerin, und gab sich muehe auch keine kleinste Ecke auszulassen.
Der Hammer traf mich aber schon nach kurzer Zeit. Ich hatte kaum noch Geld in der Tasche, da ich mit der Überzeugung gekommen war, dass es am Tokyo-Hauptbahnhof (von wo aus der Bus zu Ausstellung fuhr) ja wohl einen leicht findbaren Geldautomaten geben müsste. Nachdem ich aber nach eiligem Suchen nach 15 Minuten immer noch nicht fündig geworden war, ließ ich es sein, und stieg einfach so in den Bus.
Nun, was mich dann plättete, ja glatt erschlug, war die Tatsache, dass der BILLIGSTE (ja klar, ich weiß das der Kram schweineteuer ist, aber es war trotzdem krass) Kimono 60,000 Yen kostete (knapp 400 Euro, wobei meine Lehrerin sich freute, wie billig das doch wäre), sich die große Masse aber bei 400,000-700,000 Yen (2500-4800 Euro) bewegte, und einige der teuereren sah ich bei 1,500,000 Yen (9600 Euro).
Mein derzeitges unglaubliches Taschenvermoegen betrug, man moechte es nicht meinen, stolze 400! Yen.
Ja, wenn das nicht mal ein Hammer ist. Ich konnte mir nicht mal den Kuchen leisten, den gab mir spaeter meine Lehrerin aus. War ganz schoen peinlich. Ich muss immernoch lachen, wenn ich dran denke.
Trotzdem hat mir der Tag sehr gut gefallen, ich hab eine Menge dazugelernt und eine Menge wunderschoener Kimonos bewundern keonnen. Auch wenn ich sie gern alle mit nach Hause genommen hatte, aber fuer 400Yen bekommt man ja nicht mal einen Kuchen.
Ja, soviel zu meinem Hobby ^^
Man liest sich, mata ne!
es ist schon April, der Frühling hat uns eingeholt und man wartet gespannt auf die wärmeren Tage des Jahres.
Aber mein Hammer des Monats, der mal wieder zu spaet kommt (seid ihr ja schon gewoehnt moecht ich wetten) dreht sich nicht um den Fruehling und auch nicht um die Waerme, sondern um etwas ganz anderes, etwas viel japanischeres.
Meine Damen und Herren, diesmal geht es um Kimonos.
Ich habe meine Posts mal wieder durchgesehen, und festgestellt, dass ich bis jetzt zwar schon ueber Teezeremonie geschrieben hatte, aber noch gar nicht, ueber meine woechentliche Pflichtveranstaltung, dabei gehe ich da doch schon seit Oktober hin.
Also, dann muss ich das jetzt nachholen und packe es in den neusten Hammer des Monats, denn ein Hammer ist es allemal ^^
Also, als ich dereinst mit Katharina (einige moegen sich erinnern, das sie ebenfalls ein Homestay und ausserdem Mitschueler in meinem Japanisch-Kurs war) ueber ein herbstliches Fest direkt vorm Tokyo-Tower schlenderte, wurden wir ploetzlich von einem Japaner aufgehalten, der uns lautstark dazu ermuntern versuchte, mal einen Kimono anzuprobieren. Nun gut, wir hatten nichts weiter vor und ausserdem wollte ich sowieso schon immer mal einen tragen, denn ich bin einfach ein Fan von Kimonos, ja, ich bin ein Kimono-otaku (otaku koennte man etwa mit Freak oder so was uebersetzen ^^)
Gesagt, getan, 10 Minuten spaeter fanden wir uns in voller "Tracht" vor der Linse einer Kamera wieder, die uns zwei Blitzer spendierte und dann wurden wir auch schon wieder ausgewickelt.
Da die Mitarbeiter in dem kleinen Zelt alle ziemlich gut Englisch sprachen, wagte ich es, eine aeltere Frau zu fragen, ob es denn nicht eine Kimono-schule in der Naehe gaebe. (Die Leute hier muessen ja auch irgendwo her kommen, spriessen ja nicht wie Pilze aus dem Boden) Ehe ich michs versah, war meine Adresse notiert mit dem Versprechen, sich so bald wie moeglich zu melden und mir genaueres zu sagen.
Ehrlich gesagt habe ich zu diesem Zeitpunkt nur zu 50% damit gerechnet, dass ich wirklich einen Anruf erhalte, aber schon nach etwa 2 Wochen klingelte bei uns das Telefon.
Ich fuhr also zunaechst furchtbar nervoes zu dem beschriebenen Ort, der von uns zu Hause (Bus eingeschlossen) etwas mehr als 1 Stunde entfernt ist.
Trotz meiner anfaenglichen Angst, etwas falsch machen zu koennen oder auf abweisende Japaner zu stossen, fand ich eine Gruppe superfreundlicher Frauen vor, von denen zwar nur eine ein wenig Englisch spricht, aber die Verstaendigung funktioniert trotzdem gut.
Unsere Lehrerin (Takahashi-sensei) ist eine quirlige alte Dame, mit der man schwer Schritt halten kann (selbst wenn man nicht in einen Kimono geschnuert ist) und die zu meinem grossen Erstauenen schon 72 Jahre alt ist. Sie liebt es einem alles moegliche zu erklaeren, und macht sich gluecklicherweise nicht viel daraus, das mein hoefliches Japanisch doch noch zu wuenschen uebrig laesst.
Die Frau, die mich freundlicherweise angerufen und angeleitet hat (und dies auch immernoch tut) heisst Hirai-san. Sie spricht ihrer eigenen Aussage nach kein bisschen Englisch, wobei es mich ueberrascht dass ihre Emails immer zuerst in Englisch und dann in Japanisch geschrieben sind, und sie mir manche Dinge regelmaessig nochmal in Englisch erklaert, wenn sie glaubt, ich koennte sie nicht verstanden haben.
Hirai-san ist so etwas wie mein Mentor, ohne sie waere ich wohl kaum in die Gruppe hineingekommen, wofuer ich ihr wirklich sehr dankbar bin.
So stehe ich jeden Samstag-morgen um 10 Uhr in Tamachi auf der (Tatami-)Matte, knie mich hin, verbeuge mich bis auf den Boden und lasse ein "Ohayou gozaimasu" (Guten Morgen) vernehmen, was mit der selben Geste der Anwesenden beantwortet wird, bevor ich mir einen Platz in einem der zwei Tatamiraeume suche, mein Zeug auspacke und beginne zu ueben.
Ich kann mittlerweile gut genug den Kimono und Obi binden, das ich keine Hilfe, sondern nur noch Verbesserungsvorschlaege bekomme, und manchmal fragt mich eine der Frauen, die neben mir stehen um Rat.
Nun ist es aber eigentlich gar nicht das, was ich hier in diesem Hammer des Monats thematisieren moechte.
Nun, wie schon gesagt, dreht es sich schon um Kimonos, aber nicht in Form von Lernen, wie man sie anzieht.
Im Februar wurden wir naemlich alle von Takahashi-sensei auf ein "Festival" eingeladen. Man koennte auch sagen, es war eher eine Ausstellung.
Kimonomacher stellten ihr Handwerk vor, und natuerlich konnte man die "Kunstwerke" auch kaufen.
Natuerlich konnte ich mich gar nicht mehr einkriegen, so toll waren die Kimonos. Meine Lehrerin betaetigete sich auch persoenlich als Fuehrerin, und gab sich muehe auch keine kleinste Ecke auszulassen.
Der Hammer traf mich aber schon nach kurzer Zeit. Ich hatte kaum noch Geld in der Tasche, da ich mit der Überzeugung gekommen war, dass es am Tokyo-Hauptbahnhof (von wo aus der Bus zu Ausstellung fuhr) ja wohl einen leicht findbaren Geldautomaten geben müsste. Nachdem ich aber nach eiligem Suchen nach 15 Minuten immer noch nicht fündig geworden war, ließ ich es sein, und stieg einfach so in den Bus.
Nun, was mich dann plättete, ja glatt erschlug, war die Tatsache, dass der BILLIGSTE (ja klar, ich weiß das der Kram schweineteuer ist, aber es war trotzdem krass) Kimono 60,000 Yen kostete (knapp 400 Euro, wobei meine Lehrerin sich freute, wie billig das doch wäre), sich die große Masse aber bei 400,000-700,000 Yen (2500-4800 Euro) bewegte, und einige der teuereren sah ich bei 1,500,000 Yen (9600 Euro).
Mein derzeitges unglaubliches Taschenvermoegen betrug, man moechte es nicht meinen, stolze 400! Yen.
Ja, wenn das nicht mal ein Hammer ist. Ich konnte mir nicht mal den Kuchen leisten, den gab mir spaeter meine Lehrerin aus. War ganz schoen peinlich. Ich muss immernoch lachen, wenn ich dran denke.
Trotzdem hat mir der Tag sehr gut gefallen, ich hab eine Menge dazugelernt und eine Menge wunderschoener Kimonos bewundern keonnen. Auch wenn ich sie gern alle mit nach Hause genommen hatte, aber fuer 400Yen bekommt man ja nicht mal einen Kuchen.
Ja, soviel zu meinem Hobby ^^
Man liest sich, mata ne!
Donnerstag, 20. März 2008
Ausflug ins Regenwetterland
So, ich muss mich endlich mal wieder melden.
Diesmal habe ich sogar mal was zu berichten ^^
Heute haben wir uns bei furchtbar beschissenem Wetter aufgemacht, die Einamerikanisierung zu betrachten. Soll heissen, wir sind bei schrecklichem Regen ins Disneyland Tokyo gefahren. Das ist gar nicht so weit weg von uns, etwa 20 mit dem Zug. Das gute am Regen war, das gar nicht so viele Leute da waren, obwohl heute ein Feiertag ist und es normalerweise wohl brechend voll waere. Das schlechte war, das mir nach etwa 10 Minuten auffiel, das meine Schuhe eine ganz dumme Wahl waren, denn sie waren in etwa so wasserdicht wie eine Papiertuete und ungefaehr so saugstark wie ein Schwamm. So bin ich durch die Gegend gelaufen und dachte mir, ob es nicht eine gute Idee waere, die Schuhe einfach auszuziehen und barfuss zu laufen, der Effekt waere ja derselbe.
So hechteten wir von einem Flug durchs Weltall zu einer turbulenten Fahrt durch einen naechtlichen Sternenhimmel, liessen uns schrumpfen, suchen Kaept'n Jack in Tortuga und weil wir noch nicht nass genug waren, stuetzten wir uns noch einen Steilhang hinunter ins aufspritzende Wasser.
Ich hatte immer die Vorstellung, Disneyland ist ein Park fuer Kinder, aber ich habe dort fast nur Erwachsene entdeckt.
Kein Wunder, die Figuren und die Schauplaetze sind wirklich toll gemacht, sodass man bei der Fahrt durchs Weltall wirklich das Gefuehl hat, gleich wird man vom Todesstern abgeschossen und die Piraten aus der Karibik (die alle Puppen sind) bewegen sich auch verdammt realistisch. Die Anstehzeiten nerven aber trotzdem. Man kann sich zwar ein Ticket ziehen, mit dem man zu einer bestimmten Zeit einfach an der wartenden Masse vorbei laufen kann, aber dafuer muss man natuerlich schnell sein, sonst sind diese schon alle weg. Bei den meisten Attaktionen haetten wir ca. 1 Stunde warten muessen, und das an einem Tag mit so viel Regen. Die Wartezeiten bei Sonne will ich da gar nicht wissen.
Fazit: Ganz entgegen meiner Vorstellungen macht es wirklich Spass dort hinzugehen und ist garantiert nicht nur was fuer Kinder. Leider ist es an einem Tag unmoeglich, alles zu sehen, denn die Warteschlagen erlauben es einfach nicht. Ich kann es auf jeden Fall jedem Empfehlen, der sich fuer Achterbahnen, Fantasie oder Disney allgemein interessiert. Fuer alle anderen, es ist zumindest mal ein Reinschauen wert ^^
Diesmal habe ich sogar mal was zu berichten ^^
Heute haben wir uns bei furchtbar beschissenem Wetter aufgemacht, die Einamerikanisierung zu betrachten. Soll heissen, wir sind bei schrecklichem Regen ins Disneyland Tokyo gefahren. Das ist gar nicht so weit weg von uns, etwa 20 mit dem Zug. Das gute am Regen war, das gar nicht so viele Leute da waren, obwohl heute ein Feiertag ist und es normalerweise wohl brechend voll waere. Das schlechte war, das mir nach etwa 10 Minuten auffiel, das meine Schuhe eine ganz dumme Wahl waren, denn sie waren in etwa so wasserdicht wie eine Papiertuete und ungefaehr so saugstark wie ein Schwamm. So bin ich durch die Gegend gelaufen und dachte mir, ob es nicht eine gute Idee waere, die Schuhe einfach auszuziehen und barfuss zu laufen, der Effekt waere ja derselbe.
So hechteten wir von einem Flug durchs Weltall zu einer turbulenten Fahrt durch einen naechtlichen Sternenhimmel, liessen uns schrumpfen, suchen Kaept'n Jack in Tortuga und weil wir noch nicht nass genug waren, stuetzten wir uns noch einen Steilhang hinunter ins aufspritzende Wasser.
Ich hatte immer die Vorstellung, Disneyland ist ein Park fuer Kinder, aber ich habe dort fast nur Erwachsene entdeckt.
Kein Wunder, die Figuren und die Schauplaetze sind wirklich toll gemacht, sodass man bei der Fahrt durchs Weltall wirklich das Gefuehl hat, gleich wird man vom Todesstern abgeschossen und die Piraten aus der Karibik (die alle Puppen sind) bewegen sich auch verdammt realistisch. Die Anstehzeiten nerven aber trotzdem. Man kann sich zwar ein Ticket ziehen, mit dem man zu einer bestimmten Zeit einfach an der wartenden Masse vorbei laufen kann, aber dafuer muss man natuerlich schnell sein, sonst sind diese schon alle weg. Bei den meisten Attaktionen haetten wir ca. 1 Stunde warten muessen, und das an einem Tag mit so viel Regen. Die Wartezeiten bei Sonne will ich da gar nicht wissen.
Fazit: Ganz entgegen meiner Vorstellungen macht es wirklich Spass dort hinzugehen und ist garantiert nicht nur was fuer Kinder. Leider ist es an einem Tag unmoeglich, alles zu sehen, denn die Warteschlagen erlauben es einfach nicht. Ich kann es auf jeden Fall jedem Empfehlen, der sich fuer Achterbahnen, Fantasie oder Disney allgemein interessiert. Fuer alle anderen, es ist zumindest mal ein Reinschauen wert ^^
Dienstag, 12. Februar 2008
Hammer des Monats 6 (Januar)
Nun, man ist ist neue Jahr gestartet, und mal ganz ohne Feuerwerk, Boeller oder irgendwas in der Art.
Ganz still ist der 1.1. in den Kalender geschlichen, und waerend ich im Zug auf die Uhr geschaut hab, dachte ich überrascht, "oh, wir kommen ja genau um 0:00 Uhr am Zielbahnhof an.
Ich war ja mit Chris und Tom unterwegs zu mir nach Hause, und wir haben schließlich angefangen zu überlegen, ob jetzt gleich eine Durchsage kommt, die uns ein frohes neues Jahr wünscht, und uns bittet auch dieses Jahr wieder fleißig mit Shin-Keisei zu fahren.
Es wurde also 0:00 Uhr, und wir warteten gespannt, aber nichts passierte...
Auch die anderen Japaner um uns, die ausstiegen, schienen sich der Tatsache, das gerade das neue Jahr begonnen hatte, nicht im klaren zu sein.
Nun, wir habens dann auch nicht so wild gesehen, sind mit dem Taxi zu Eikosan gefahren und ich hab wenigstens dem Taxifahrer ein frohes neues gewünscht. (da gewisse andere Leute mir das ja verboten hatten XP)
Mit Eikosan und den beiden Kleinen sind wir dann gemütlich zu dem kleinen Schrein bei uns gelatscht, wo sich Chris auch einen schönen Neujahrspfeil gekauft hat, der Glück bringen soll, und den er prompt bei uns vergessen hat.
Auf dem Rueckweg haben wir dem Tempel um die Ecke auch gleich noch einen Besuch abgestattet, aber nur kurz, weil Ayu die Buddha-Figuren nicht geheuer waren ^^
Am nächsten Tag gab es dann ein Neujahrs-Essen bei Eikosans Eltern, die meisten Dinge hab ich zum ersten Mal gegessen. Außerdem hab ich mit Eikosans Vater Sake getrunken und Yuuga ist fast an einem Mochi erstickt.
Alles in allem ein guter Start ins neue Jahr und bis jetzt kann ich mich nicht beklagen.
Scheint ein gutes Jahr zu werden ^^
Ganz still ist der 1.1. in den Kalender geschlichen, und waerend ich im Zug auf die Uhr geschaut hab, dachte ich überrascht, "oh, wir kommen ja genau um 0:00 Uhr am Zielbahnhof an.
Ich war ja mit Chris und Tom unterwegs zu mir nach Hause, und wir haben schließlich angefangen zu überlegen, ob jetzt gleich eine Durchsage kommt, die uns ein frohes neues Jahr wünscht, und uns bittet auch dieses Jahr wieder fleißig mit Shin-Keisei zu fahren.
Es wurde also 0:00 Uhr, und wir warteten gespannt, aber nichts passierte...
Auch die anderen Japaner um uns, die ausstiegen, schienen sich der Tatsache, das gerade das neue Jahr begonnen hatte, nicht im klaren zu sein.
Nun, wir habens dann auch nicht so wild gesehen, sind mit dem Taxi zu Eikosan gefahren und ich hab wenigstens dem Taxifahrer ein frohes neues gewünscht. (da gewisse andere Leute mir das ja verboten hatten XP)
Mit Eikosan und den beiden Kleinen sind wir dann gemütlich zu dem kleinen Schrein bei uns gelatscht, wo sich Chris auch einen schönen Neujahrspfeil gekauft hat, der Glück bringen soll, und den er prompt bei uns vergessen hat.
Auf dem Rueckweg haben wir dem Tempel um die Ecke auch gleich noch einen Besuch abgestattet, aber nur kurz, weil Ayu die Buddha-Figuren nicht geheuer waren ^^
Am nächsten Tag gab es dann ein Neujahrs-Essen bei Eikosans Eltern, die meisten Dinge hab ich zum ersten Mal gegessen. Außerdem hab ich mit Eikosans Vater Sake getrunken und Yuuga ist fast an einem Mochi erstickt.
Alles in allem ein guter Start ins neue Jahr und bis jetzt kann ich mich nicht beklagen.
Scheint ein gutes Jahr zu werden ^^
Mittwoch, 6. Februar 2008
Hammer des Monats 5 (Dezember)
Hier ist der Hammer des Monats Dezember, den ich aus Zeitgruenden erst jetzt posten kann.
Ich hoffe ihr stoert euch nicht dran!
Nun, was war so los im Dezember? Naja, ich habe meinen Job gewechselt, und ... naja Weihnachten, was sonst ^^
Weihnachten ist eigentlich nicht so viel anders als in Deutschland, nur dass hier eben
keiner diesen Tag nutzt, um provisorischer Weise, ein Mal im Jahr in die Kirche zu gehen (Ausnahmen bestaetigen die Regel), es ist ein reines Konsumfest.
Es werden Geschenke an die Kinder verteilt, wobei auch eins! vom Weihnachtsmann dabei ist (wusste gar nicht, dass der in Japan zur Familie gehoert) und ansonsten wird alles ganz pompoes beleuchtet.
Ich war mit meiner Gastfamilie in Ikspiri (das ist ein Eeinkaufszentrum mit tollen Geschaeften genau neben Disneyland), und wir haben uns da die Weihnachtsshow angesehen.
Es gab Gesang, Lichtspiele, und Schneekanonen pusteten feinen echt kalten Schnee hinunter auf die gequetschten Zuschauer.
Dann haben wir noch ein bisschen Shopping begangen und ich hab Eikosan einen kleinen Ume-Bonsai (Ume- japanische Pflaume) aus Glas geschenkt, den sie sich ohne es zu wissen selbst ausgesucht hat, und ganz schoen ueberrascht war, als ich ihn ihr hinterher in die Hand gedrueckt hab ^^
War ein schoener Tag, auch wenn es nicht so war wie sonst immer. Vielleicht war das auch ganz gut so ^^
Ich hoffe ihr stoert euch nicht dran!
Nun, was war so los im Dezember? Naja, ich habe meinen Job gewechselt, und ... naja Weihnachten, was sonst ^^
Weihnachten ist eigentlich nicht so viel anders als in Deutschland, nur dass hier eben
keiner diesen Tag nutzt, um provisorischer Weise, ein Mal im Jahr in die Kirche zu gehen (Ausnahmen bestaetigen die Regel), es ist ein reines Konsumfest.
Es werden Geschenke an die Kinder verteilt, wobei auch eins! vom Weihnachtsmann dabei ist (wusste gar nicht, dass der in Japan zur Familie gehoert) und ansonsten wird alles ganz pompoes beleuchtet.
Ich war mit meiner Gastfamilie in Ikspiri (das ist ein Eeinkaufszentrum mit tollen Geschaeften genau neben Disneyland), und wir haben uns da die Weihnachtsshow angesehen.
Es gab Gesang, Lichtspiele, und Schneekanonen pusteten feinen echt kalten Schnee hinunter auf die gequetschten Zuschauer.
Dann haben wir noch ein bisschen Shopping begangen und ich hab Eikosan einen kleinen Ume-Bonsai (Ume- japanische Pflaume) aus Glas geschenkt, den sie sich ohne es zu wissen selbst ausgesucht hat, und ganz schoen ueberrascht war, als ich ihn ihr hinterher in die Hand gedrueckt hab ^^
War ein schoener Tag, auch wenn es nicht so war wie sonst immer. Vielleicht war das auch ganz gut so ^^
Endlich wieder mal ein Post!
Alle Jahre wieder will ich schon fast sagen, aber das passt ja nicht so ganz ins Bild.
Ja liebe Leute, ich lebe noch, und ausser einer kleinen, fast schon wieder vergangenen Erkaeltung gehts mir eigentlich ziemlich gut, auch wenn ich von meiner Mutter erfahren musste, dass man sich schon die wildesten Vorstellungen um meinen Verbleib machte.
Nun, ich bin nicht im Frauenknast gelandet (zu deiner Enttaeuschung Kathi!) und wuerde auch nicht von irgendwem entfuehrt, hab mir keinen schrecklichen Virus eingefangen und ein Erdbeben hat mich auch nicht zermanscht, also was wollt ihr eigentlich ;-P
Nun gut, ich gebe ja zu, dass ich mich schon lange nicht mehr mit einem ausfuehrlichen Bericht bei euch gemeldet hab, aber was wuerdet ihr schreiben, wenn ihr ueber die Erlebnisse bei euch zuhause erzaehlen sollt?
Nun, nicht viel schaetze ich.
Nagut, hier ist vielleicht nicht zuhause, aber zumindest leb ich doch ein Jahr hier, und da kommt das dem schon recht nahe.
Natuerlich erlebe ich eine Menge Zeug, worueber ihr warscheinlich stauenen wuerdet, aber die Frage ist auch, es so in Worte zu fassen, das man es versteht..
Bzw. es ueberhaupt mal in Worte fassen zu koennen.
Aber ich gebe mir ja, wie ich finde, alle Muehe, und werde hoeffentlich in naechster Zeit noch zu dem einen oder anderen Post kommen, denke ich ^^
Mit dieser Einlage will ich nur erklaeren, warum es manches Mal so lange dauert ^^
Wuensche trotzdem allen noch viel Spass beim weiterlesen und
ACH JA, es gibt wieder neue Fotos unter bekanntem Link! ^^
Douzo! Otanoshimini!
Ja liebe Leute, ich lebe noch, und ausser einer kleinen, fast schon wieder vergangenen Erkaeltung gehts mir eigentlich ziemlich gut, auch wenn ich von meiner Mutter erfahren musste, dass man sich schon die wildesten Vorstellungen um meinen Verbleib machte.
Nun, ich bin nicht im Frauenknast gelandet (zu deiner Enttaeuschung Kathi!) und wuerde auch nicht von irgendwem entfuehrt, hab mir keinen schrecklichen Virus eingefangen und ein Erdbeben hat mich auch nicht zermanscht, also was wollt ihr eigentlich ;-P
Nun gut, ich gebe ja zu, dass ich mich schon lange nicht mehr mit einem ausfuehrlichen Bericht bei euch gemeldet hab, aber was wuerdet ihr schreiben, wenn ihr ueber die Erlebnisse bei euch zuhause erzaehlen sollt?
Nun, nicht viel schaetze ich.
Nagut, hier ist vielleicht nicht zuhause, aber zumindest leb ich doch ein Jahr hier, und da kommt das dem schon recht nahe.
Natuerlich erlebe ich eine Menge Zeug, worueber ihr warscheinlich stauenen wuerdet, aber die Frage ist auch, es so in Worte zu fassen, das man es versteht..
Bzw. es ueberhaupt mal in Worte fassen zu koennen.
Aber ich gebe mir ja, wie ich finde, alle Muehe, und werde hoeffentlich in naechster Zeit noch zu dem einen oder anderen Post kommen, denke ich ^^
Mit dieser Einlage will ich nur erklaeren, warum es manches Mal so lange dauert ^^
Wuensche trotzdem allen noch viel Spass beim weiterlesen und
ACH JA, es gibt wieder neue Fotos unter bekanntem Link! ^^
Douzo! Otanoshimini!
Donnerstag, 3. Januar 2008
Ein frohes neues Jahr!
Liebe Leute, ich wuensche allen, denen ichs noch nicht gewuenscht habe auf diesem Wege ein frohes neues Jahr 2008,
auf das es ein gutes Jahr wird! ^^
auf das es ein gutes Jahr wird! ^^
Mittwoch, 19. Dezember 2007
Und ueberall an den Hochhausspitzen...

...sah ich bunte Lichterketten blitzen.
Ja, liebe Leute, es ist die Zeit der Geschenkesucherei, der ueberfuellten Einkaufshaeuser und der mit Kitsch und Gluehwein vollgestopften Maerkte, oder kurz: es ist Weihnachten.
Auch in Japan geht diese Zeit nicht vorbei, ohne dass einen ueberall Weinachtsmann und Co. angegrinsen und man von glitzernden Lichtern geblendet wird, waehrend aus den Lautsprechern die Weihnachtlieder rauf und runter droehnen.
Alles in allem habe ich aber nicht so sehr das Gefuehl, dass die Japaner Weihnachten so wichtig nehmen, warum sollten sie auch.
Vielmehr wird es vom kommenden neuen Jahr und dessen Vorbereitungen ueberschattet und man ist sich in einem Moment, wo man nicht die blinkende Hausfront des Nachbarn im Auge hat, doch nicht so ganz sicher, ob man sich nicht in der Zeitrechnung vertan hat.
Ach ja, es gibt noch etwas zu berichten: Ich habe meinen Job gewechselt und arbeite nun bei Andreas in der Bar.
Wer sich mal Bilder oder Berichte dazu ansehen moechte, findet diese im Forum (Link auf der Seite unten)
Ach ja, der Hammer des Monats November muss wegen ausbleibender wahnsinniger Ereignisse leider ausfallen. Ich bitte vielmals um Verzeihung!
So, nun moechte ich noch allen Lesern, meiner Familie, meinen Freunden, und Bekannten eine froehliche und gesegnte Weihnachtszeit wuenschen, und hoffe, dass es euch allen gut geht und ihr gut ins naechste Jahr rutscht.
Frohe Weihnachten!
Eure Sayuri
Dienstag, 27. November 2007
Sie sagten...
...und sie hatten Recht.
Wer sich noch an den Hokkaidobericht erinnert, da meinte ich koenne nichts zu den Ramen aus Narashino sagen.
Jetzt habe ich sie probiert und...
Chris, Andreas, ihr hattet Recht, das sind die besten Ramen! Entschuldigt mein Misstrauen ^^"
ああ、このラーメンは一番美味しい!!!
Wer sich noch an den Hokkaidobericht erinnert, da meinte ich koenne nichts zu den Ramen aus Narashino sagen.
Jetzt habe ich sie probiert und...
Chris, Andreas, ihr hattet Recht, das sind die besten Ramen! Entschuldigt mein Misstrauen ^^"
ああ、このラーメンは一番美味しい!!!
Montag, 19. November 2007
Moeglichkeiten fuer Besucher!
Auch dies ist eine Antwort auf einen Kommentar, erstens weiss ich ja nicht, ob ihr die Kommentare auch mitlest, und zweitens interessiert die Antwort vielleicht auch andere Leute ^^
Also, ich wurde gefragt, ob es fuer Auslaender ohne Japanischwissen (so schaetze ich ist das gemeint) auch moeglich ist, eine Teezeremonie zu erleben.
Alles in allem wuerde ich sagen das ist kein Problem, denn die Japaner zeigen eigentlich ganz gerne ihre Kultur, es kann aber sein, dass man dann ein bisschen Geld hinblaettern muss.
Ich wuerde raten, sich einfach mal an eine Touristeninformation zu wenden, oder an die Rezeption im Hotel, dort laesst sich oft etwas finden.
Diese kulturellen Vorstellung sind allerdings, und damit muss man rechnen, eher auf Touristen aus dem Ausland eingestellt, dass heisst, wen es nicht stoert, dass sich die "Vorstellung" ein wenig von der rein japanischen Version unterscheidet und man unter Umstaenden einen etwas hoeheren Aufpreis zahlen muss, der ist hier genau richtig.
Will man den wirklich japanischen Stil haben, heisst das zumindest ziemlich oft, einigermassen gute Japanischkenntnisse zu haben, oder japanische Bekannte, die einen unterstuetzen und einem alles erklaeren koennen.
Bei der Teezeremonie wuerde ich aber sagen, die "unoffizielle" Version ist angenehmer, weil man nicht alle Regeln befolgen muss und nicht die ganze Zeit schweigen und sich verbeugen muss. Im uebrigen gehen auch viele Japaner heute eher zu einer "unoffiziellen" Teezeremonie ^^
Und noch etwas am Rande: Der Besuch eines japanischen Gartens ist jedem Besucher Japans ohne Probleme moeglich, da es sowohl in Tokyo als auch in vielen anderen japanischen Staedten jap. Gaerten gibt.
Einige der beruehmtesten findet man vor allem in Kyoto, welche auch Teil des Weltkulturerbes sind.
Nicht alle Gaerten sind zwar offiziell zugaenglich, da sich eine Menge auf privaten Gruendstuecken befinden, aber es gibt genug, die fuer Besucher gedacht sind, und frei zugaenglich oder mit einem Eintritt von 100-300Yen verbunden sind .
Ich wuensche allen viel Spass und Freude beim Betrachten ^^
Also, ich wurde gefragt, ob es fuer Auslaender ohne Japanischwissen (so schaetze ich ist das gemeint) auch moeglich ist, eine Teezeremonie zu erleben.
Alles in allem wuerde ich sagen das ist kein Problem, denn die Japaner zeigen eigentlich ganz gerne ihre Kultur, es kann aber sein, dass man dann ein bisschen Geld hinblaettern muss.
Ich wuerde raten, sich einfach mal an eine Touristeninformation zu wenden, oder an die Rezeption im Hotel, dort laesst sich oft etwas finden.
Diese kulturellen Vorstellung sind allerdings, und damit muss man rechnen, eher auf Touristen aus dem Ausland eingestellt, dass heisst, wen es nicht stoert, dass sich die "Vorstellung" ein wenig von der rein japanischen Version unterscheidet und man unter Umstaenden einen etwas hoeheren Aufpreis zahlen muss, der ist hier genau richtig.
Will man den wirklich japanischen Stil haben, heisst das zumindest ziemlich oft, einigermassen gute Japanischkenntnisse zu haben, oder japanische Bekannte, die einen unterstuetzen und einem alles erklaeren koennen.
Bei der Teezeremonie wuerde ich aber sagen, die "unoffizielle" Version ist angenehmer, weil man nicht alle Regeln befolgen muss und nicht die ganze Zeit schweigen und sich verbeugen muss. Im uebrigen gehen auch viele Japaner heute eher zu einer "unoffiziellen" Teezeremonie ^^
Und noch etwas am Rande: Der Besuch eines japanischen Gartens ist jedem Besucher Japans ohne Probleme moeglich, da es sowohl in Tokyo als auch in vielen anderen japanischen Staedten jap. Gaerten gibt.
Einige der beruehmtesten findet man vor allem in Kyoto, welche auch Teil des Weltkulturerbes sind.
Nicht alle Gaerten sind zwar offiziell zugaenglich, da sich eine Menge auf privaten Gruendstuecken befinden, aber es gibt genug, die fuer Besucher gedacht sind, und frei zugaenglich oder mit einem Eintritt von 100-300Yen verbunden sind .
Ich wuensche allen viel Spass und Freude beim Betrachten ^^
Samstag, 17. November 2007
Eine Schale Tee bitte!

...oder auch : Was macht Rebecca so in ihrer Freizeit.
Sicher hat jeder schon mal von Teezeremonie gehoert, aber ich bezweifle, dass viele von euch schon mal eine gesehen haben.
Im eigentlichen Sinne geht es darum, aus der alltaeglichen Geste des Teeausschenkens eine Kunst zu machen, sodass es nicht einfach nur darauf ankommt, guten Tee zu machen, sondern auch alles darum herum muss perfekt sein.
Dazu gehoert: Die richtige Kleidung des Teemeisters (Kimono was sonst), die richtige auf das Jahr, den Monat und den Tag Zimmereinrichtung (Aussuchen von Rollbild, Blumengesteck, Teegeschirr usw.) und auch jede einzelne Bewegung, die der Teemeister macht, ist vorgeschrieben und ueber Jahre einstudiert.
Teezeremonien koennen mitunter sehr streng sein, was Regeln betrifft. Darunter faellt, dass die Gaeste ebenfalls Kimono tragen muessen, um den Tee zu holen auf jeder Tatamimatte nur drei einhalb Schritte machen duerfen und sich nur zu bestimmten Zeiten unterhalten koennen. Politik oder Dinge, die schlechte Stimmung verbreiten koennten sind dabei Tabuthemen.
Heute nehmen es aber viele nicht mehr so genau, vor allen gegenueber Gaesten, die sich nicht auskennen.
Zum Tee werden vorher immer Suessigkeiten gereicht, damit der Tee nicht zu bitter schmeckt. Auch diese sind je nach Jahreszeit und Geschmack verschieden ^^
So, nun aber genug der Vorrede.
Warum ich euch das erzaehle koennt ihr euch aber sicher schon denken, nicht wahr?
Ich wurde an einem Sonntag von Eikosans Freundin Kanakosan dazu eingeladen, in ein Teehaus zu fahren, bzw. in ein Teezimmer (ein Teehaus "ochaya" ist der Arbeitsplatz der Geishas, man bekommt hier vor allem Unterhaltung und Alkohol, aber keinen Tee).
Zunaechst einmal hat es uns einige Zeit gekostet, das Teezimmer-Haus zu finden, denn es ist ziemlich versteckt in einer engen Strasse, und da Kanakosan das grosse Auto ihres Vaters dabei hatte, mussten wir hin und wieder mal die Luft anhalten.
Angekommen fanden wir ein sehr schoenes Haus mit drei oeffentlich begehbaren Teezimmern vor, und einen berauschend schoenen japanischen Garten (In Teezimmern ist die Schiebetuer zum Garten immer geoeffnet, damit die Gaeste den Garten bewundern koennen)
Eine aeltere Japanerin erzaehlte uns eine Menge ueber das Haus, dann nahmen wir auf Sitzkissen auf der Terasse Platz und bekamen Suessigkeiten (Wagashi ,jap. Suessigkeit, in Form einer riesigen Erdnuss (die Praefektur Chiba, in der ich wohne, ist beruehmt fuer Erdnuesse) und gefuellt mit Erdnussanko (Anko ist eine suesse Paste aus roten Bohnen, die fuer fast jede Art von traditionellen Suessigkeiten und auch fuer Eis, Pudding etc. genutzt wird)) und eine Schale mit Matcha (aufgeschaeumter Gruener Tee, der nicht aus Blaettern, sondern aus Pulver hergestellt wird, und daher etwas bitterer ist als normaler gruener Tee).
Ich muss sagen, das war wirklich lecker! ^^
Allerdings keine Teezeremonie im eigentlichen Sinne, die wir da bekommen hatten, und so wie es aussah, wurden fuer normale Gaeste auch keine direkten gehalten.
Als der Teemeisterin, oder besser, die Dame im Kimono dann wiederkam, um die leeren Teeschalen abzuholen, habe ich sie einfach mal angesprochen.
Wir kamen fuer ein paar Minuten ins Gespraech, dann beschlossen Kanakosan und ich, uns den Garten mal genauer anzusehen.
Als wir uns dann schliesslich zum gehen durchringen wollten, kam die Dame im Kimono noch einmal und wir wurden prompt zu einer echten Teezeremonie eingeladen.
Wir sassen diesmal in einem anderen Raum, voellig leer, ausser einem Rollbild, auf dem fuer den heutigen Tag ein Lied stand, und einem Blumengesteck.
Anwesend waren ausser uns die Dame, mit der ich geredet hatte, und die sich als die Teemeisterin herausstellte, die fuer uns den Tee zubereitete, eine andere Frau, die ich erst wargenommen habe, als sie ploetzlich eine tiefe Verbeugung hinlegte und uns dann Wagashi brachte und alte Dame, die wohl der Lehrerin der beiden und die Besitzerin des Hauses sein muss, wie ich vermute.
Als Suessigkeit bekamen wir dieses mal, ich schaetze es war Zucker, oder so was in der Art, vielleicht auch Marzipan oder irgendwas japanisches, in der Form von Tannennadeln, Eicheln und roten Ahornblaettern.
Da wir uns welche aussuchen durften, vermieden sowohl Kanakosan als auch ich die roten Herbstblaetter, weil die einfach zu schoen zum essen waren.
Dannach wurde uns dann wieder der diesmal vor unseren Augen zubereitete Tee gebracht.
Die alte Dame war scheinbar sehr interessiert an einer Auslaenderin, die einigermassen Japanisch kann und sich fuer Dinge wie Teezeremonie begeistert, und hat froehlich drauflos geplaudert. Ab und zu musste mir Kanako zwar helfen, aber da sie auch nur Japanisch spricht, heisst das, sie musste es fuer mich nochmal wiederholen oder das Gesagte in einfacheres Japanisch uebersetzen ^^
Ich hoffe ich kann nochmal hingehen, denn das hat wirklich Spass gemacht.
Jaja, sowas mach ich in meiner Freizeit ^^
Montag, 5. November 2007
Hammer des Monats 4 (Oktober)

Ohisashiburi!
Lang nicht gelesen liebe Freunde. Und dabei gibt es mal wieder eine Menge zu berichten.
Aber erst mal zu den wichtigen Dingen.
Der Hammer des Monats Oktober.
Herrje, die Zeit rennt, nicht wahr.
Jetzt bin ich schon 4 lange Monate hier, und von Heimweh schon laenger keine Spur mehr.
Soll aber nicht heissen, dass ich euch alle nicht vermissen wuerde.
So, ich will dann mal zum Punkt kommen. Der Hammer dieses Monats ist:
HOKKAIDO!
Ja, ganz richtig, das ist die grosse kalte Insel ganz im Norden, beruehmt fuer ihre schneereichen Winter, fuer ihre landwirtschaftlichen Ertraege, wie Kartoffeln, Kuerbisse und Milch, fuer allerlei Seefood, Seeigel, Krebs, Lachs, Schrimps und co. und natuerlich fuer Sapporobier und grosse Eisfestivals. Ich koennte noch eine Menge anderes Aufzaehlen, aber dann wuerde ich warscheinlich noch eine Stunde hier weiterschreiben und das wuerde auf die Dauer ja auch langweilig.
Ende Oktober sind wir also (das heisst die beiden anderen Homestayleuts, Chris und Tom, Andreas, Miwa und ich. mit an Bord natuerlich auch die beiden Kinder von Andreas und Miwa, Rentarou und Leon)
Bis Hokkaido selbst lief alles wunderbar, kein verpasster Flieger, keine ewigen Kontrollen, und vor allem keine verloren gegangenen Gepaeckstuecke. Und kaum aus dem Flughafen raus, konnte man schon die ersten herbstlichen Farben bewundern.
Die anfaengliche Freude sollte aber schon nach kurzer Zeit, nett gesagt, den Bach runter gehen, denn als wir unseren Mietwagen fuer die vier Tage abholen wollten, stellte sich zur allgemeinen Freude heraus, dass das Gefaehrt leider nur fuer 6 Personen ausgelegt war.
Nach einiger Zeit konnten wir dann aber doch in einen groesseren Wagen wechseln, was allerdings erneute Kosten nach sich zog.
Endlich wieder auf dem Weg, machten wir zunaechst Stop in Shiraoi, wo sich ein Haeusschen von Miwa und Andreas vorfand und wir einen Kurzbesuch bei ehemaligen Nachbarn machten, dann ging es weiter nach Sapporo, ins Hotel.
Der Aufenthalt im Hotelzimmer war kurz, schon fuhr uns das Taxi in Richtung wohin?
Klar- Sapporo-biergarten natuerlich. Versorgt mit Bier und Dschingis Khan (eine spezielle Art von Barbeque koennte man sagen, nur in Hokkaido zu bekommen) versuchte Andreas dann erfolglos, dem eingeschuechterten Kellner Deutsch beizubringen. Der junge Mann schien dannach nur noch ungern an unseren Tisch zu kommen.
Tags darauf ging es nochmal nach Shiraoi, wo die versammelte Mannschaft zum Freilegen des Hauses (soll heissen zum "Gras" schneiden) angehalten, und ich zum Monster hueten abkommandiert wurde.
Abends wurde sich dann im Ramenrestaurant niedergelassen, zum Misoramen futtern. Waehrend des Essens konnte man sich dann von Seiten Andreas und Chris anhoeren, dass die Ramen hier zwar gut, die in Narashino aber trotzdem besser seien. Ich kann dazu nichts sagen, weil ich den Shop in Narashino noch nicht von innen gesehen hab, aber ich fand meine Butter-Corn-Misoramen sehr lecker! ;-)
Tag 3 bestand groesstensteils aus der etwa 300 km langen Autofahrt von Sapporo nach Hakodate.
Das Navigationssystem fuehrte uns nicht ueber die ewig gleich aussehende Schnellstrasse, sondern durch die herbstliche Landschaft der Berge, die man sich von Bildern her kaum schoener haette vorstellen koennen.
Hin und wieder wurde der fahrende Untergrund abgestellt, um einen Blick und eine Menge Fotos von der beeindruckenden Gegend erhaschen zu koennen.
Wir nahmen auch einen kleinen Umweg in Kauf, um uns einen See ansehen zu koennen, bei dem sich Chris und ich einstimmig dazu bereit erklaerten, hier koenne man uns aussetzen.
Dem geschah jedoch nicht so, und wir setzten unseren Weg Hakodate fort.
Waehrend des ganzen Weges wurde es auch nicht langweilig, weil wir unsere ganz private Schallplatte mitgebracht hatten.
Unterwegs stellte sich jedoch leider heraus, das diese wohl einen Riss zu haben schien, denn sie wiederholte immer wieder das selbe:
Kurisuba - Renti - Kurisuba - Renti - Kuuuuuriiisubaaaa- Reeeentiiii .......
Kurisuba - .... Kurisuba ....... Ohayou Kurisuba - Ohayou Renti - Kuuuuriii
.......subaaaa - Ja Renti
Wems jetzt immernoch nicht schimmert, Kurisuba koennte man auch Chrisba schreiben, und Renti ist natuerlich die Abkuerzung von Rentarou.
Und wen wundert es jetzt noch, dass immer wieder mal geseufzt wurde: ...hach, faengt das schon wieder an?!
Unterwegs machten wir ausserdem noch einen Stop an einem See, den wir dann spontan mit einem Boot befuhren und die Insel darauf besuchten.
In Hakodate wurde dann auch erstmal die Stadt unsicher gemacht, die beruehmt ist fuer ihre europaeischen Gebaeude (vor allem hollaendische), weil Hakodate in der Isolationszeit einer der einzigen "offenen" Haefen war, wo auch Auslaender sehr beschraenkt Handel treiben durften.
Im Hotel suchte Chris dann auch gleich mal das Zimmer ab, da sich in dem vorherigen doch etwas seltsame Gegenstaende vorgefunden hatten.
Zunaechst war da mal die Bedienungsanleitung fuer die Zimmerpantoffeln, weil ja kein Mensch darauf kommen koennte, dass man da einfach reinschluepfen muss.
Und dann noch das absolute Highlight, eine Tuete, die man sich, wir konnten es kaum glauben, bei Brand und Rauchentwicklung ueber den Kopf stuelpen soll.
Fragt sich doch, wovon man eher stirbt, vom Rauch, vom Feuer, oder weil man einfach unter der Tuete keine Luft mehr bekommt...
Dienstag, 16. Oktober 2007
Antwort zu einem Kommentar ^^
(normalerweise schreibe ich auf direkte Fragen auch mal Antworten in die Kommentare, also solltet ihr da vielleicht auch ab und zu mal reinschauen)
Die Frage kann man aber auch gut als neuen Post verwenden, deshalb werde ich das an dieser Stelle mal tun.
Gefragt wurde, ob ich mich in meinen Restaurant auch verbeugen muss, und ehrlich gesagt hat mich diese Frage etwas ueberrascht^^"
In Japan kann man sich, wenn es nach den Hoeflichkeitsregeln geht, eigentlich in so ziemlich jeder Situation verbeugen, die krasseste ist wohl, wenn die Japaner das sogar am Telefon tun, was ich schon oft gesehen habe.
Grundsaetzlich kann man sagen, je hoeflicher man gerade spricht, desto oefter sollte man sich auch verbeugen, und natuerlich ganz besonders vor seinem Lehrer, dem Boss und natuerlich vor Gaesten.
Und so wie wir in Deutschland mit dem Sprichwort kommen: "Der Gast ist Koenig!" so legen die Japaner die Messlatte noch mal um einige Meter nach oben und sagen doch tatsaechlich "Der Gast ist Gott!"
Und das man sich nun vor "Gott" verbeugen sollte, duerfte sicher allen einleuchten, oder?! ^^
Die Frage kann man aber auch gut als neuen Post verwenden, deshalb werde ich das an dieser Stelle mal tun.
Gefragt wurde, ob ich mich in meinen Restaurant auch verbeugen muss, und ehrlich gesagt hat mich diese Frage etwas ueberrascht^^"
In Japan kann man sich, wenn es nach den Hoeflichkeitsregeln geht, eigentlich in so ziemlich jeder Situation verbeugen, die krasseste ist wohl, wenn die Japaner das sogar am Telefon tun, was ich schon oft gesehen habe.
Grundsaetzlich kann man sagen, je hoeflicher man gerade spricht, desto oefter sollte man sich auch verbeugen, und natuerlich ganz besonders vor seinem Lehrer, dem Boss und natuerlich vor Gaesten.
Und so wie wir in Deutschland mit dem Sprichwort kommen: "Der Gast ist Koenig!" so legen die Japaner die Messlatte noch mal um einige Meter nach oben und sagen doch tatsaechlich "Der Gast ist Gott!"
Und das man sich nun vor "Gott" verbeugen sollte, duerfte sicher allen einleuchten, oder?! ^^
Montag, 15. Oktober 2007
Hammer des Monats 3(September)

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
da bin ich mal wieder, mit dem Hammer des Monats September.
Und der Hammer diesen Monat ist *in die Lostrommel greif* ... Tadaaa
Ich hab einen JOB!
Ja, wirklich, kein Witz!
Ich arbeite jetzt als Kellnerin in einem indischen Curryrestaurant in Kamiyacho, direkt gegenueber vom Tokyo-Tower und gleich neben Roppongi. Klingt trotzdem wie ein
schlechter Witz oder? Ne Deutsche in nem indischen Restaurant in Japan, und wir sprechen alle Englisch!
Aber die Arbeit ist schon ok, kann nur Morgens ziemlich anstrengend werden, weil Kamiyacho eben das Geschaeftsviertel Tokyos ist, und zur Mittagspause dann alle frei haben, sodass sich vor dem Restaurant eine lange Schlange bildet, und man drinnen nur noch am rennen ist.
Leider ist Kamiyacho auch eine ganze Ecke weit weg von mir, weshalb ich, wenn ich um 6 Arbeit habe, um 4 hier losgehe. Solche Arbeitswege gehoeren aber noch zu den kuerzeren in Tokyo. Das dumme ist auch, dass meine Zuege meistens ziemlich voll sind, vor allem wenn ich morgens gegen halb 9 und abends gegen 11 drinsitzte, das ist naemlich mitten in der Rush-hour.
Ansonsten gibt es nicht viel zu meckern, die Leute sind alle nett, und weil dort nur Auslaender arbeiten gibt es in der keine Verstaendigungsprobleme, ausser mit den Gaesten ^^"
Mein Unterhalt ist also gesichert, und ich kann ohne Bedenken nach Hokkaido fliegen. ^^
Bis dahin,
eure Sayuri
Dienstag, 2. Oktober 2007
Update der Bildergalerie!
Samstag, 29. September 2007
Der Herbst kommt

Endlich, liebe Leser, wird es hier etwas kaelter, aber leider habe ich kaum warme Sachen hier, weil da wohl jemand vergessen hat, mir die zu schicken ;P
Wir werden am 23. Oktober nach Hokkaido aufbrechen, um uns auch mal den Norden Japans ein bisschen anzusehen ^^
Wird bestimmt interessant.
Leider kommt Katharina, eine Freundin aus meinem Japanischkurs in Deutschland, nicht mit, denn sie fliegt schon vorher nach Hause. Sehr schade!
Ich wuerde auch im Winter gern mal nach Sapporo fliegen, um mir das Eisfestival anzusehen, aber ich glaube eher nicht, dass ich nochmal so schnell die Gelegenheit haben werde, nach Hokkaido zu fliegen.
Ich bin schon sehr gespannt, weil ich bis auf den Sommer noch keine anderen Jahreszeiten in Japan erlebt habe. Ich werde mich bemuehen, so viele Eindruecke wie moeglich mit Wort und Kamera einzufangen ^^, und hoffe ihr bleibt solange meiner Seite treu !
Bis dahin,
eure Sayuri
Donnerstag, 20. September 2007
Hammer des Monats 2 (August)

Liebe Leute, ich bin gefrustet, wie konnte ich nur den Hammer des Monats August vergessen.
So was aber auch, man wird alt ...
Tja, zusammenfassend hab ich im August ja eine ganze Menge gemacht, ich war in Nikko und hab einen Trip ans Meer gemacht, habe Feuerwerk gesehen, mich auf kleinen und grossen Matsuris vollgestopft und musste bei einem sogar Lose auf der "Buehne" ziehen, und mich mit einer tiefen Verbeugung und einem "Yoroshiku onegaishimasu" vorstellen.
Alles in allem wuerde ich sagen, der Hammer des Monats August ist und bleibt ungeschlagen, Nikko! Congratulations!
Warum? Ich denke, das habe ich in meinem Post ausreichend beschrieben, wegen blauen Huetchen, den auswendig gelernten englischen Saetzen und dem nicht vorhandenen heiligen neuseelaendischen Pferd natuerlich! Und weil Nikko eben einfach ureshii ist.
Wers nicht glaubt soll selber hinfahren, aber mich dann doch auch bitte vorher mal besuchen kommen ^^
Und natuerlich ist es auch ein Hammer, dass wir die unglaubliche Hitze ueberlebt haben hier ^^"
Aber der Wetterbericht sagt auch, es sei noch nicht vorbei... mo chotto ganbatte!
Schon klar...
Wir werden sehen.
Bis zum naechsten Post, liebe Freunde.
Mata ne
Eure Sayuri
Mittwoch, 5. September 2007
Das Wetter kann sich nicht entscheiden!
Tach liebe Leser,
wie geht es euch? Mir geht es grad scheisse, weil ich mir von heute auf morgen eine boese Sommererkaeltung, samt Fieber und dem ganzen Programm eingefangen hab.
Ausserdem kann sich das Wetter grad nicht so einscheiden.
Den einen Tag is es kuehler und man denkt "Jaa, der Herbst kommt, das grosse Schwitzen is vorbei" aber tja, am naechsten Tag ist es schon wieder wie vorher.
Ausserdem hat sich ja maln wieder ein Taifun angekuendigt, was ich gestern auch daran erkennen konnte, das ich die 200 m vom Bus zum Haus nicht schaffen konnte, ohne durchgeweicht zu werden.
Die Strasse, die von oben neben unserem Haus runterkommt, hatte sich bereits in einen Fluss verwandelt, und weil es so dunkel war, bin ich natuerlich in die tiefsten Wasseransammlungen getreten.
Bin ja mal gespannt wie es dann heute so aussieht, mit dem Taifun.
Die letzten sind ja schon vorher irgendwie abngedreht.
Bis bald, hoffe, diese doofe Erkaeltung geht sich auch bald verabschieden,
eure Sayuri
wie geht es euch? Mir geht es grad scheisse, weil ich mir von heute auf morgen eine boese Sommererkaeltung, samt Fieber und dem ganzen Programm eingefangen hab.
Ausserdem kann sich das Wetter grad nicht so einscheiden.
Den einen Tag is es kuehler und man denkt "Jaa, der Herbst kommt, das grosse Schwitzen is vorbei" aber tja, am naechsten Tag ist es schon wieder wie vorher.
Ausserdem hat sich ja maln wieder ein Taifun angekuendigt, was ich gestern auch daran erkennen konnte, das ich die 200 m vom Bus zum Haus nicht schaffen konnte, ohne durchgeweicht zu werden.
Die Strasse, die von oben neben unserem Haus runterkommt, hatte sich bereits in einen Fluss verwandelt, und weil es so dunkel war, bin ich natuerlich in die tiefsten Wasseransammlungen getreten.
Bin ja mal gespannt wie es dann heute so aussieht, mit dem Taifun.
Die letzten sind ja schon vorher irgendwie abngedreht.
Bis bald, hoffe, diese doofe Erkaeltung geht sich auch bald verabschieden,
eure Sayuri
Montag, 3. September 2007
Nikko ist ureshii!

Nach uebermaessiger Schreibfaulheit melde ich mich mal wieder zurueck, obwohl ich ja versprochen hatte, jetzt mal mehr zu schreiben.
Aber gebt die Hoffnung nicht auf. Noch ist nicht alles verloren.
Ich moechte heute endlich mal von meinem Ausflug nach Nikko erzaehlen (der zugegebenermassen schon seeeehr lange her ist).
Ich hatte das mit Katharina, einer Freundin aus dem Japanisch-Kurs, schon in Deutschland besprochen, und so haben wir uns dann schliesslich in Ueno, vor dem Hardrock-Cafe gleich beim Hauptausgang, getroffen.
Um elf Uhr sollte es losgehen, und ich war puenktlich. Katharina und ihre Mutter haben schon auf mich gewartet, dann mussten wir noch schnell Tickets fuer mich kaufen und ab gings in den Zug.
Mit dem Shinkansen eine kurze Strecke bis zu einem unaussprechlichen Bahnhof, auf dem wir in einen lokalen Zug mit Ziel Nikko einstiegen.
Wir fuhren vorbei an Waeldern und viel Gruen, ein ganz anderes Bild als die zugebaute Betonwueste in Tokyo.
Angekommen in Nikko haben wir uns kurz umgesehen, und dann entschieden, den Weg zu den Tempeln zu Fuss zurueckzulegen, weil man dann gleich eine kleine Sightseeingtour durch die Stadt machen konnte. Nikko ist ja nur eine Kleinstadt, die offensichtlich viel vom Tourismus lebt. Es gibt viele aeltere Haeuser und eine Menge kleiner Shops. In vielen kann man Souveniers und Ramsch kaufen, aber es gibt auch welche fuer Holzarbeiten, Kimonos oder Kunst.
Die Tempel in Nikko sind wirklich beeindruckend. Auch wenn die anderen Tempel in Japan ja auch meist nicht gerade schmucklos sind, Nikko ist noch eine ganze Ecke prunkvoller.
Wahnsinnig viele Schnitzereien, bis ins kleinste Detail, mit bunten Farben und viel Gold, man weiss wirklich nicht, wo man zuerst hinschauen soll.
Wir haben alle Tempel nach der Reihe abgeklappert und natuerlich auch die beruehmten drei Affen nicht vergessen.
Der Name Nikko bedeutet uebrigens Sonnenlicht oder Sonnenschein.
Die Anlage wurde zu Ehren des beruehmten ersten Shogun Ieyasu Tokugawa gebaut, fuer den sich hier auch ein Mausoleum befindet, und ein Tempel, in dem er als Gott verehrt werden soll.
Dass heute alles voller Touristenstroeme ist, war dabei wohl sicher nicht im Sinne des Erbauers ^^
Man trifft in Nikko wirklich viele Auslaender, aber auch eine ganze Horde von Schulkindern, die hier zum Sommerausflug her zitiert werden.
Und genau diese Schulkinder kamen irgendwann in einer Dreiergruppe auf uns zu, alle ihre blauen Muetzen auf, und begannen uns ihre auswendig gelernten englischen Saetze aufzusagen.
Blaue Muetze 1: "Hello, do you speak English?"
wir: "yes"
Blaue Muetze 2: "May we ask some questions?"
wir: "yes, no problem"
Blaue Muetze 3: "Where do you come from?"
wir: "Germany"
Blaue Muetze 1: "What do you like to eat?" (Sie zeigen dabei eine Karte mit typischen Japanischen Gerichten, die fast alle lecker sind ^^)
Wir waehlen eins aus.
Blaue Muetze 2: "What sports do you like?"
Wir sagen was wir moegen.
Blaue Muetze 3: "Thank you"
Wir laecheln und sagen was zum Abschied.
Das dumme daran war nur, und deshalb habe ich dieses Gespraech auch aufgeschrieben, die anderen Auslaender muessen den Braten schon vorher gerochen haben, sodass wir ploetzlich zu den einzigen paar Auslaendern in der Gegend zaehlten, und es dauerte auch keine 2 Minuten bis die naechsten 3 blauen Muetzen vor uns standen (Gespraech oben abzulesen)
Das zweite und dritte Mal war das ja auch noch ganz lustig, aber nach dem 6ten oder 7ten Mal hatten wir eine blaue-Muetzen-Phobie und haben gemacht, dass wir wegkamen.
Auf dem Rueckweg konnte ich es mir natuerlich nicht verkneifen, in einen kleinen Kimonoladen zu spazieren, wo es gerade 50% auf Obi und Frauenkimonos gab.
Nach einer kurzen Unterhaltung auf Japanisch mit dem Verkaeufer ging ich mit einem neuen Obi, in dunkelbraun mit goldenen Faechern bestickt, und der Verkaeufer mit dem Wissen, das "Arigatou" auf Deutsch "Danke" heisst, hervor.
Am Bahnhof war der Zug gerade da, sodass ich, obwohl ich noch gar kein Ticket hatte, mit einem "Daijoubu" = "Schon in Ordnung", in den Zug gedraengt wurde, die Tueren schlossen und ich sass da und war baff.
Uns gegenueber im Zug sass ein Japanisches aelteres Ehepaar mit Sohn, so wie es schien, und dessen auslaendischer Freundin.
Wir haben uns waehrend der Fahrt aufgeregt unterhalten, wie wir den Leuten am naechten Bahnhof dann erklaeren sollen, dass ich kein Ticket habe.
Wir haben es dann aber doch geschafft, musste ich eben nur nachzahlen, und das wars.
Als wir gerade fertig sind, fragt uns von hinten jemand "Wann faehrt der naechste Zug?" Wir drehen uns um, und da stehen die Leute, die uns gegenueber gesessen hatten, und sprechen mit uns in fliessendem Deutsch. Da waren wir aber wirklich platt.
Ist mir auch bis jetzt noch nicht wieder passiert. Aber ich glaube es passiert auch nur einmal im Leben, dass man von Japanern auf Deutsch angesprochen wird, wenn man sie nicht kennt.
Donnerstag, 30. August 2007
Happy Birthday again!
Und nochmal will ich hier jemandem zum Geburtstag gratulieren (wieder zu spaet... naja)
Und zwar meinem Cousinchen Vivien, die am 22. gefeiert hat.
Alles alles Liebe und Gute, und keine Angst, ich hab dich nicht vergessen, ich bin nur schreibfaul ^^"""
Herrje, ihr wachst mir ja alle ueber den Kopf. Werdet nur nicht zu schnell erwachsen...
^^
Ich hoffe du hast schoen gefeiert und alles bekommen, was du dir gewuenscht hast.
Bleib gesund und munter
Deine Cousine
Und zwar meinem Cousinchen Vivien, die am 22. gefeiert hat.
Alles alles Liebe und Gute, und keine Angst, ich hab dich nicht vergessen, ich bin nur schreibfaul ^^"""
Herrje, ihr wachst mir ja alle ueber den Kopf. Werdet nur nicht zu schnell erwachsen...
^^
Ich hoffe du hast schoen gefeiert und alles bekommen, was du dir gewuenscht hast.
Bleib gesund und munter
Deine Cousine
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