Liebe Freunde,
nun hab ich mich wirklich lange nicht gemeldet, aber damit müsst ihr leben hehehe
Heute will ich euch aufgrund aktuellen Anlasses etwas von Taifunen und Erbeben erzaehlen, denn auch das ist eine Seite von Japan, die man besser im Hinterkopf behalten sollte.
Als ich heute morgen meinen Marsch zu dem eine halbe Stunde entfernten Bahnhof angetreten habe, war Eikosan schon lange aus dem Haus, viel früher als sonst, weil sie Angst hatte, die Züge würden stehen bleiben, oder extrem verspätet sein. Und das ist kein bisschen abwegig. Je nachdem welche Strecken der Zug nimmt, kann er Gefahr laufen, von den Schienen geweht zu werden, sodass ganze Linien für einige Zeit den Betrieb voll einstellen.
Mein Zug blieb nicht stehen, nein, aber die Kunst war erst einmal, überhaupt zum Bahnhof zu kommen. Der Wind peitscht einem den Regen von allen Seiten um die Ohren, und selbst mein guter Schirm wurde mit einigen heftigen Schlägen massakriert, sodass er nun etwas deformiert aussieht. Gehalten hat er aber, im Gegensatz zu den 100\-Schirmen, doch, soll heißen, er hat sich nicht nach oben weggefaltet wie ein Blatt Papier. So blieb zumindest mein Kopf trocken, und ich konnte mich weiter über den blöden Wind und den beschissenen Regen aufregen. Das Tolle ist natürlich noch, das der Regen nicht nur von oben oder den Seiten kommt, sondern scheinbar mit Vorliebe vom Boden abzuprallen scheint und somit auch von unten kommt, was die Illusion, man könnte wenigstens mit halb trockener Hose am Zielort ankommen, vollends zerschlägt.
Nachdem man sich dann endlich zum Bus gekämpft hat, schwitzt man sich darin alles Wasser aus dem Körper, oder sei es doch nur der Fakt, dass die Luftfeuchtigkeit so hoch ist, dass man sich im Stehen das Gesicht waschen kann?!
Nun, wie man es dreht und wendet, Taifune sind gar nicht so lustig, wie man vielleicht denke könnte, es sei denn, man hat einen trockenen Platz zum Fruehstuecken am Fenster und kann den Leuten dabei zusehen, wie sie verzweifelt versuchen zu verhindern, das sich ihr Schirm um ihren Körper wickelt.
Genauso lustig wie Taifune koennte man sagen, sind Erdbeben, auf Japanisch sagt man "Tschishin" (geschrieben:Jishin).
Erdbeben sind sehr haeufig und kommen immer ziemlich ploetzlich und unerwartet.
Allerdings sind die meisten so klein, dass man sie nicht unbedingt mitbekommt.
Erst ab einer gewissen Groesse kann man dann feststellen, dass der Boden eigentlich nicht so doll wackeln sollte, aber ich habe in meiner Zeit bis jetzt noch nicht wirklich viele spuerbare Erdbeben erlebt, und selbst diese waren fuer meine Empfindung relativ unbeeindruckend.
Trotzdem bekommt man ein etwas merkwürdiges Gefühl, wenn man das erste Mal durchgeschüttelt wird, denn man kann erstmal gar nicht wirklich zuordnen, was gerade passiert.
Das ich noch kein richtig großes abbekommen habe, finde ich auch nicht wirklich schlimm, und ich bin froh, wenn das auch so bleiben sollte.
Vor allem will ich mich zur Zeit eines grösseren Erdbebens nicht in einem Hochhaus wiederfinden, denn das schwankt nach japanischer Bauart wundervoll hin und her, und es waere ja nicht so, als haette ich nicht schon Höhenangst...
Man hoert bald wieder in Reallife von mir, denn am 1.Juli treffe ich wieder auf deutschem Boden ein, und der wackelt dann bestimmt auch nicht ^^
Schreiben werde ich dann sicher auch von Deutschland aus das eine oder andere, also bleibt mir treu, auch wenns schwer faellt ;)
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Dienstag, 20. Mai 2008
Dienstag, 1. April 2008
Hammer des Monats 7 (Februar)
Nun, liebe Leser und Leserinnen,
es ist schon April, der Frühling hat uns eingeholt und man wartet gespannt auf die wärmeren Tage des Jahres.
Aber mein Hammer des Monats, der mal wieder zu spaet kommt (seid ihr ja schon gewoehnt moecht ich wetten) dreht sich nicht um den Fruehling und auch nicht um die Waerme, sondern um etwas ganz anderes, etwas viel japanischeres.
Meine Damen und Herren, diesmal geht es um Kimonos.
Ich habe meine Posts mal wieder durchgesehen, und festgestellt, dass ich bis jetzt zwar schon ueber Teezeremonie geschrieben hatte, aber noch gar nicht, ueber meine woechentliche Pflichtveranstaltung, dabei gehe ich da doch schon seit Oktober hin.
Also, dann muss ich das jetzt nachholen und packe es in den neusten Hammer des Monats, denn ein Hammer ist es allemal ^^
Also, als ich dereinst mit Katharina (einige moegen sich erinnern, das sie ebenfalls ein Homestay und ausserdem Mitschueler in meinem Japanisch-Kurs war) ueber ein herbstliches Fest direkt vorm Tokyo-Tower schlenderte, wurden wir ploetzlich von einem Japaner aufgehalten, der uns lautstark dazu ermuntern versuchte, mal einen Kimono anzuprobieren. Nun gut, wir hatten nichts weiter vor und ausserdem wollte ich sowieso schon immer mal einen tragen, denn ich bin einfach ein Fan von Kimonos, ja, ich bin ein Kimono-otaku (otaku koennte man etwa mit Freak oder so was uebersetzen ^^)
Gesagt, getan, 10 Minuten spaeter fanden wir uns in voller "Tracht" vor der Linse einer Kamera wieder, die uns zwei Blitzer spendierte und dann wurden wir auch schon wieder ausgewickelt.
Da die Mitarbeiter in dem kleinen Zelt alle ziemlich gut Englisch sprachen, wagte ich es, eine aeltere Frau zu fragen, ob es denn nicht eine Kimono-schule in der Naehe gaebe. (Die Leute hier muessen ja auch irgendwo her kommen, spriessen ja nicht wie Pilze aus dem Boden) Ehe ich michs versah, war meine Adresse notiert mit dem Versprechen, sich so bald wie moeglich zu melden und mir genaueres zu sagen.
Ehrlich gesagt habe ich zu diesem Zeitpunkt nur zu 50% damit gerechnet, dass ich wirklich einen Anruf erhalte, aber schon nach etwa 2 Wochen klingelte bei uns das Telefon.
Ich fuhr also zunaechst furchtbar nervoes zu dem beschriebenen Ort, der von uns zu Hause (Bus eingeschlossen) etwas mehr als 1 Stunde entfernt ist.
Trotz meiner anfaenglichen Angst, etwas falsch machen zu koennen oder auf abweisende Japaner zu stossen, fand ich eine Gruppe superfreundlicher Frauen vor, von denen zwar nur eine ein wenig Englisch spricht, aber die Verstaendigung funktioniert trotzdem gut.
Unsere Lehrerin (Takahashi-sensei) ist eine quirlige alte Dame, mit der man schwer Schritt halten kann (selbst wenn man nicht in einen Kimono geschnuert ist) und die zu meinem grossen Erstauenen schon 72 Jahre alt ist. Sie liebt es einem alles moegliche zu erklaeren, und macht sich gluecklicherweise nicht viel daraus, das mein hoefliches Japanisch doch noch zu wuenschen uebrig laesst.
Die Frau, die mich freundlicherweise angerufen und angeleitet hat (und dies auch immernoch tut) heisst Hirai-san. Sie spricht ihrer eigenen Aussage nach kein bisschen Englisch, wobei es mich ueberrascht dass ihre Emails immer zuerst in Englisch und dann in Japanisch geschrieben sind, und sie mir manche Dinge regelmaessig nochmal in Englisch erklaert, wenn sie glaubt, ich koennte sie nicht verstanden haben.
Hirai-san ist so etwas wie mein Mentor, ohne sie waere ich wohl kaum in die Gruppe hineingekommen, wofuer ich ihr wirklich sehr dankbar bin.
So stehe ich jeden Samstag-morgen um 10 Uhr in Tamachi auf der (Tatami-)Matte, knie mich hin, verbeuge mich bis auf den Boden und lasse ein "Ohayou gozaimasu" (Guten Morgen) vernehmen, was mit der selben Geste der Anwesenden beantwortet wird, bevor ich mir einen Platz in einem der zwei Tatamiraeume suche, mein Zeug auspacke und beginne zu ueben.
Ich kann mittlerweile gut genug den Kimono und Obi binden, das ich keine Hilfe, sondern nur noch Verbesserungsvorschlaege bekomme, und manchmal fragt mich eine der Frauen, die neben mir stehen um Rat.
Nun ist es aber eigentlich gar nicht das, was ich hier in diesem Hammer des Monats thematisieren moechte.
Nun, wie schon gesagt, dreht es sich schon um Kimonos, aber nicht in Form von Lernen, wie man sie anzieht.
Im Februar wurden wir naemlich alle von Takahashi-sensei auf ein "Festival" eingeladen. Man koennte auch sagen, es war eher eine Ausstellung.
Kimonomacher stellten ihr Handwerk vor, und natuerlich konnte man die "Kunstwerke" auch kaufen.
Natuerlich konnte ich mich gar nicht mehr einkriegen, so toll waren die Kimonos. Meine Lehrerin betaetigete sich auch persoenlich als Fuehrerin, und gab sich muehe auch keine kleinste Ecke auszulassen.
Der Hammer traf mich aber schon nach kurzer Zeit. Ich hatte kaum noch Geld in der Tasche, da ich mit der Überzeugung gekommen war, dass es am Tokyo-Hauptbahnhof (von wo aus der Bus zu Ausstellung fuhr) ja wohl einen leicht findbaren Geldautomaten geben müsste. Nachdem ich aber nach eiligem Suchen nach 15 Minuten immer noch nicht fündig geworden war, ließ ich es sein, und stieg einfach so in den Bus.
Nun, was mich dann plättete, ja glatt erschlug, war die Tatsache, dass der BILLIGSTE (ja klar, ich weiß das der Kram schweineteuer ist, aber es war trotzdem krass) Kimono 60,000 Yen kostete (knapp 400 Euro, wobei meine Lehrerin sich freute, wie billig das doch wäre), sich die große Masse aber bei 400,000-700,000 Yen (2500-4800 Euro) bewegte, und einige der teuereren sah ich bei 1,500,000 Yen (9600 Euro).
Mein derzeitges unglaubliches Taschenvermoegen betrug, man moechte es nicht meinen, stolze 400! Yen.
Ja, wenn das nicht mal ein Hammer ist. Ich konnte mir nicht mal den Kuchen leisten, den gab mir spaeter meine Lehrerin aus. War ganz schoen peinlich. Ich muss immernoch lachen, wenn ich dran denke.
Trotzdem hat mir der Tag sehr gut gefallen, ich hab eine Menge dazugelernt und eine Menge wunderschoener Kimonos bewundern keonnen. Auch wenn ich sie gern alle mit nach Hause genommen hatte, aber fuer 400Yen bekommt man ja nicht mal einen Kuchen.
Ja, soviel zu meinem Hobby ^^
Man liest sich, mata ne!
es ist schon April, der Frühling hat uns eingeholt und man wartet gespannt auf die wärmeren Tage des Jahres.
Aber mein Hammer des Monats, der mal wieder zu spaet kommt (seid ihr ja schon gewoehnt moecht ich wetten) dreht sich nicht um den Fruehling und auch nicht um die Waerme, sondern um etwas ganz anderes, etwas viel japanischeres.
Meine Damen und Herren, diesmal geht es um Kimonos.
Ich habe meine Posts mal wieder durchgesehen, und festgestellt, dass ich bis jetzt zwar schon ueber Teezeremonie geschrieben hatte, aber noch gar nicht, ueber meine woechentliche Pflichtveranstaltung, dabei gehe ich da doch schon seit Oktober hin.
Also, dann muss ich das jetzt nachholen und packe es in den neusten Hammer des Monats, denn ein Hammer ist es allemal ^^
Also, als ich dereinst mit Katharina (einige moegen sich erinnern, das sie ebenfalls ein Homestay und ausserdem Mitschueler in meinem Japanisch-Kurs war) ueber ein herbstliches Fest direkt vorm Tokyo-Tower schlenderte, wurden wir ploetzlich von einem Japaner aufgehalten, der uns lautstark dazu ermuntern versuchte, mal einen Kimono anzuprobieren. Nun gut, wir hatten nichts weiter vor und ausserdem wollte ich sowieso schon immer mal einen tragen, denn ich bin einfach ein Fan von Kimonos, ja, ich bin ein Kimono-otaku (otaku koennte man etwa mit Freak oder so was uebersetzen ^^)
Gesagt, getan, 10 Minuten spaeter fanden wir uns in voller "Tracht" vor der Linse einer Kamera wieder, die uns zwei Blitzer spendierte und dann wurden wir auch schon wieder ausgewickelt.
Da die Mitarbeiter in dem kleinen Zelt alle ziemlich gut Englisch sprachen, wagte ich es, eine aeltere Frau zu fragen, ob es denn nicht eine Kimono-schule in der Naehe gaebe. (Die Leute hier muessen ja auch irgendwo her kommen, spriessen ja nicht wie Pilze aus dem Boden) Ehe ich michs versah, war meine Adresse notiert mit dem Versprechen, sich so bald wie moeglich zu melden und mir genaueres zu sagen.
Ehrlich gesagt habe ich zu diesem Zeitpunkt nur zu 50% damit gerechnet, dass ich wirklich einen Anruf erhalte, aber schon nach etwa 2 Wochen klingelte bei uns das Telefon.
Ich fuhr also zunaechst furchtbar nervoes zu dem beschriebenen Ort, der von uns zu Hause (Bus eingeschlossen) etwas mehr als 1 Stunde entfernt ist.
Trotz meiner anfaenglichen Angst, etwas falsch machen zu koennen oder auf abweisende Japaner zu stossen, fand ich eine Gruppe superfreundlicher Frauen vor, von denen zwar nur eine ein wenig Englisch spricht, aber die Verstaendigung funktioniert trotzdem gut.
Unsere Lehrerin (Takahashi-sensei) ist eine quirlige alte Dame, mit der man schwer Schritt halten kann (selbst wenn man nicht in einen Kimono geschnuert ist) und die zu meinem grossen Erstauenen schon 72 Jahre alt ist. Sie liebt es einem alles moegliche zu erklaeren, und macht sich gluecklicherweise nicht viel daraus, das mein hoefliches Japanisch doch noch zu wuenschen uebrig laesst.
Die Frau, die mich freundlicherweise angerufen und angeleitet hat (und dies auch immernoch tut) heisst Hirai-san. Sie spricht ihrer eigenen Aussage nach kein bisschen Englisch, wobei es mich ueberrascht dass ihre Emails immer zuerst in Englisch und dann in Japanisch geschrieben sind, und sie mir manche Dinge regelmaessig nochmal in Englisch erklaert, wenn sie glaubt, ich koennte sie nicht verstanden haben.
Hirai-san ist so etwas wie mein Mentor, ohne sie waere ich wohl kaum in die Gruppe hineingekommen, wofuer ich ihr wirklich sehr dankbar bin.
So stehe ich jeden Samstag-morgen um 10 Uhr in Tamachi auf der (Tatami-)Matte, knie mich hin, verbeuge mich bis auf den Boden und lasse ein "Ohayou gozaimasu" (Guten Morgen) vernehmen, was mit der selben Geste der Anwesenden beantwortet wird, bevor ich mir einen Platz in einem der zwei Tatamiraeume suche, mein Zeug auspacke und beginne zu ueben.
Ich kann mittlerweile gut genug den Kimono und Obi binden, das ich keine Hilfe, sondern nur noch Verbesserungsvorschlaege bekomme, und manchmal fragt mich eine der Frauen, die neben mir stehen um Rat.
Nun ist es aber eigentlich gar nicht das, was ich hier in diesem Hammer des Monats thematisieren moechte.
Nun, wie schon gesagt, dreht es sich schon um Kimonos, aber nicht in Form von Lernen, wie man sie anzieht.
Im Februar wurden wir naemlich alle von Takahashi-sensei auf ein "Festival" eingeladen. Man koennte auch sagen, es war eher eine Ausstellung.
Kimonomacher stellten ihr Handwerk vor, und natuerlich konnte man die "Kunstwerke" auch kaufen.
Natuerlich konnte ich mich gar nicht mehr einkriegen, so toll waren die Kimonos. Meine Lehrerin betaetigete sich auch persoenlich als Fuehrerin, und gab sich muehe auch keine kleinste Ecke auszulassen.
Der Hammer traf mich aber schon nach kurzer Zeit. Ich hatte kaum noch Geld in der Tasche, da ich mit der Überzeugung gekommen war, dass es am Tokyo-Hauptbahnhof (von wo aus der Bus zu Ausstellung fuhr) ja wohl einen leicht findbaren Geldautomaten geben müsste. Nachdem ich aber nach eiligem Suchen nach 15 Minuten immer noch nicht fündig geworden war, ließ ich es sein, und stieg einfach so in den Bus.
Nun, was mich dann plättete, ja glatt erschlug, war die Tatsache, dass der BILLIGSTE (ja klar, ich weiß das der Kram schweineteuer ist, aber es war trotzdem krass) Kimono 60,000 Yen kostete (knapp 400 Euro, wobei meine Lehrerin sich freute, wie billig das doch wäre), sich die große Masse aber bei 400,000-700,000 Yen (2500-4800 Euro) bewegte, und einige der teuereren sah ich bei 1,500,000 Yen (9600 Euro).
Mein derzeitges unglaubliches Taschenvermoegen betrug, man moechte es nicht meinen, stolze 400! Yen.
Ja, wenn das nicht mal ein Hammer ist. Ich konnte mir nicht mal den Kuchen leisten, den gab mir spaeter meine Lehrerin aus. War ganz schoen peinlich. Ich muss immernoch lachen, wenn ich dran denke.
Trotzdem hat mir der Tag sehr gut gefallen, ich hab eine Menge dazugelernt und eine Menge wunderschoener Kimonos bewundern keonnen. Auch wenn ich sie gern alle mit nach Hause genommen hatte, aber fuer 400Yen bekommt man ja nicht mal einen Kuchen.
Ja, soviel zu meinem Hobby ^^
Man liest sich, mata ne!
Donnerstag, 20. März 2008
Ausflug ins Regenwetterland
So, ich muss mich endlich mal wieder melden.
Diesmal habe ich sogar mal was zu berichten ^^
Heute haben wir uns bei furchtbar beschissenem Wetter aufgemacht, die Einamerikanisierung zu betrachten. Soll heissen, wir sind bei schrecklichem Regen ins Disneyland Tokyo gefahren. Das ist gar nicht so weit weg von uns, etwa 20 mit dem Zug. Das gute am Regen war, das gar nicht so viele Leute da waren, obwohl heute ein Feiertag ist und es normalerweise wohl brechend voll waere. Das schlechte war, das mir nach etwa 10 Minuten auffiel, das meine Schuhe eine ganz dumme Wahl waren, denn sie waren in etwa so wasserdicht wie eine Papiertuete und ungefaehr so saugstark wie ein Schwamm. So bin ich durch die Gegend gelaufen und dachte mir, ob es nicht eine gute Idee waere, die Schuhe einfach auszuziehen und barfuss zu laufen, der Effekt waere ja derselbe.
So hechteten wir von einem Flug durchs Weltall zu einer turbulenten Fahrt durch einen naechtlichen Sternenhimmel, liessen uns schrumpfen, suchen Kaept'n Jack in Tortuga und weil wir noch nicht nass genug waren, stuetzten wir uns noch einen Steilhang hinunter ins aufspritzende Wasser.
Ich hatte immer die Vorstellung, Disneyland ist ein Park fuer Kinder, aber ich habe dort fast nur Erwachsene entdeckt.
Kein Wunder, die Figuren und die Schauplaetze sind wirklich toll gemacht, sodass man bei der Fahrt durchs Weltall wirklich das Gefuehl hat, gleich wird man vom Todesstern abgeschossen und die Piraten aus der Karibik (die alle Puppen sind) bewegen sich auch verdammt realistisch. Die Anstehzeiten nerven aber trotzdem. Man kann sich zwar ein Ticket ziehen, mit dem man zu einer bestimmten Zeit einfach an der wartenden Masse vorbei laufen kann, aber dafuer muss man natuerlich schnell sein, sonst sind diese schon alle weg. Bei den meisten Attaktionen haetten wir ca. 1 Stunde warten muessen, und das an einem Tag mit so viel Regen. Die Wartezeiten bei Sonne will ich da gar nicht wissen.
Fazit: Ganz entgegen meiner Vorstellungen macht es wirklich Spass dort hinzugehen und ist garantiert nicht nur was fuer Kinder. Leider ist es an einem Tag unmoeglich, alles zu sehen, denn die Warteschlagen erlauben es einfach nicht. Ich kann es auf jeden Fall jedem Empfehlen, der sich fuer Achterbahnen, Fantasie oder Disney allgemein interessiert. Fuer alle anderen, es ist zumindest mal ein Reinschauen wert ^^
Diesmal habe ich sogar mal was zu berichten ^^
Heute haben wir uns bei furchtbar beschissenem Wetter aufgemacht, die Einamerikanisierung zu betrachten. Soll heissen, wir sind bei schrecklichem Regen ins Disneyland Tokyo gefahren. Das ist gar nicht so weit weg von uns, etwa 20 mit dem Zug. Das gute am Regen war, das gar nicht so viele Leute da waren, obwohl heute ein Feiertag ist und es normalerweise wohl brechend voll waere. Das schlechte war, das mir nach etwa 10 Minuten auffiel, das meine Schuhe eine ganz dumme Wahl waren, denn sie waren in etwa so wasserdicht wie eine Papiertuete und ungefaehr so saugstark wie ein Schwamm. So bin ich durch die Gegend gelaufen und dachte mir, ob es nicht eine gute Idee waere, die Schuhe einfach auszuziehen und barfuss zu laufen, der Effekt waere ja derselbe.
So hechteten wir von einem Flug durchs Weltall zu einer turbulenten Fahrt durch einen naechtlichen Sternenhimmel, liessen uns schrumpfen, suchen Kaept'n Jack in Tortuga und weil wir noch nicht nass genug waren, stuetzten wir uns noch einen Steilhang hinunter ins aufspritzende Wasser.
Ich hatte immer die Vorstellung, Disneyland ist ein Park fuer Kinder, aber ich habe dort fast nur Erwachsene entdeckt.
Kein Wunder, die Figuren und die Schauplaetze sind wirklich toll gemacht, sodass man bei der Fahrt durchs Weltall wirklich das Gefuehl hat, gleich wird man vom Todesstern abgeschossen und die Piraten aus der Karibik (die alle Puppen sind) bewegen sich auch verdammt realistisch. Die Anstehzeiten nerven aber trotzdem. Man kann sich zwar ein Ticket ziehen, mit dem man zu einer bestimmten Zeit einfach an der wartenden Masse vorbei laufen kann, aber dafuer muss man natuerlich schnell sein, sonst sind diese schon alle weg. Bei den meisten Attaktionen haetten wir ca. 1 Stunde warten muessen, und das an einem Tag mit so viel Regen. Die Wartezeiten bei Sonne will ich da gar nicht wissen.
Fazit: Ganz entgegen meiner Vorstellungen macht es wirklich Spass dort hinzugehen und ist garantiert nicht nur was fuer Kinder. Leider ist es an einem Tag unmoeglich, alles zu sehen, denn die Warteschlagen erlauben es einfach nicht. Ich kann es auf jeden Fall jedem Empfehlen, der sich fuer Achterbahnen, Fantasie oder Disney allgemein interessiert. Fuer alle anderen, es ist zumindest mal ein Reinschauen wert ^^
Mittwoch, 19. Dezember 2007
Und ueberall an den Hochhausspitzen...

...sah ich bunte Lichterketten blitzen.
Ja, liebe Leute, es ist die Zeit der Geschenkesucherei, der ueberfuellten Einkaufshaeuser und der mit Kitsch und Gluehwein vollgestopften Maerkte, oder kurz: es ist Weihnachten.
Auch in Japan geht diese Zeit nicht vorbei, ohne dass einen ueberall Weinachtsmann und Co. angegrinsen und man von glitzernden Lichtern geblendet wird, waehrend aus den Lautsprechern die Weihnachtlieder rauf und runter droehnen.
Alles in allem habe ich aber nicht so sehr das Gefuehl, dass die Japaner Weihnachten so wichtig nehmen, warum sollten sie auch.
Vielmehr wird es vom kommenden neuen Jahr und dessen Vorbereitungen ueberschattet und man ist sich in einem Moment, wo man nicht die blinkende Hausfront des Nachbarn im Auge hat, doch nicht so ganz sicher, ob man sich nicht in der Zeitrechnung vertan hat.
Ach ja, es gibt noch etwas zu berichten: Ich habe meinen Job gewechselt und arbeite nun bei Andreas in der Bar.
Wer sich mal Bilder oder Berichte dazu ansehen moechte, findet diese im Forum (Link auf der Seite unten)
Ach ja, der Hammer des Monats November muss wegen ausbleibender wahnsinniger Ereignisse leider ausfallen. Ich bitte vielmals um Verzeihung!
So, nun moechte ich noch allen Lesern, meiner Familie, meinen Freunden, und Bekannten eine froehliche und gesegnte Weihnachtszeit wuenschen, und hoffe, dass es euch allen gut geht und ihr gut ins naechste Jahr rutscht.
Frohe Weihnachten!
Eure Sayuri
Dienstag, 27. November 2007
Sie sagten...
...und sie hatten Recht.
Wer sich noch an den Hokkaidobericht erinnert, da meinte ich koenne nichts zu den Ramen aus Narashino sagen.
Jetzt habe ich sie probiert und...
Chris, Andreas, ihr hattet Recht, das sind die besten Ramen! Entschuldigt mein Misstrauen ^^"
ああ、このラーメンは一番美味しい!!!
Wer sich noch an den Hokkaidobericht erinnert, da meinte ich koenne nichts zu den Ramen aus Narashino sagen.
Jetzt habe ich sie probiert und...
Chris, Andreas, ihr hattet Recht, das sind die besten Ramen! Entschuldigt mein Misstrauen ^^"
ああ、このラーメンは一番美味しい!!!
Samstag, 17. November 2007
Eine Schale Tee bitte!

...oder auch : Was macht Rebecca so in ihrer Freizeit.
Sicher hat jeder schon mal von Teezeremonie gehoert, aber ich bezweifle, dass viele von euch schon mal eine gesehen haben.
Im eigentlichen Sinne geht es darum, aus der alltaeglichen Geste des Teeausschenkens eine Kunst zu machen, sodass es nicht einfach nur darauf ankommt, guten Tee zu machen, sondern auch alles darum herum muss perfekt sein.
Dazu gehoert: Die richtige Kleidung des Teemeisters (Kimono was sonst), die richtige auf das Jahr, den Monat und den Tag Zimmereinrichtung (Aussuchen von Rollbild, Blumengesteck, Teegeschirr usw.) und auch jede einzelne Bewegung, die der Teemeister macht, ist vorgeschrieben und ueber Jahre einstudiert.
Teezeremonien koennen mitunter sehr streng sein, was Regeln betrifft. Darunter faellt, dass die Gaeste ebenfalls Kimono tragen muessen, um den Tee zu holen auf jeder Tatamimatte nur drei einhalb Schritte machen duerfen und sich nur zu bestimmten Zeiten unterhalten koennen. Politik oder Dinge, die schlechte Stimmung verbreiten koennten sind dabei Tabuthemen.
Heute nehmen es aber viele nicht mehr so genau, vor allen gegenueber Gaesten, die sich nicht auskennen.
Zum Tee werden vorher immer Suessigkeiten gereicht, damit der Tee nicht zu bitter schmeckt. Auch diese sind je nach Jahreszeit und Geschmack verschieden ^^
So, nun aber genug der Vorrede.
Warum ich euch das erzaehle koennt ihr euch aber sicher schon denken, nicht wahr?
Ich wurde an einem Sonntag von Eikosans Freundin Kanakosan dazu eingeladen, in ein Teehaus zu fahren, bzw. in ein Teezimmer (ein Teehaus "ochaya" ist der Arbeitsplatz der Geishas, man bekommt hier vor allem Unterhaltung und Alkohol, aber keinen Tee).
Zunaechst einmal hat es uns einige Zeit gekostet, das Teezimmer-Haus zu finden, denn es ist ziemlich versteckt in einer engen Strasse, und da Kanakosan das grosse Auto ihres Vaters dabei hatte, mussten wir hin und wieder mal die Luft anhalten.
Angekommen fanden wir ein sehr schoenes Haus mit drei oeffentlich begehbaren Teezimmern vor, und einen berauschend schoenen japanischen Garten (In Teezimmern ist die Schiebetuer zum Garten immer geoeffnet, damit die Gaeste den Garten bewundern koennen)
Eine aeltere Japanerin erzaehlte uns eine Menge ueber das Haus, dann nahmen wir auf Sitzkissen auf der Terasse Platz und bekamen Suessigkeiten (Wagashi ,jap. Suessigkeit, in Form einer riesigen Erdnuss (die Praefektur Chiba, in der ich wohne, ist beruehmt fuer Erdnuesse) und gefuellt mit Erdnussanko (Anko ist eine suesse Paste aus roten Bohnen, die fuer fast jede Art von traditionellen Suessigkeiten und auch fuer Eis, Pudding etc. genutzt wird)) und eine Schale mit Matcha (aufgeschaeumter Gruener Tee, der nicht aus Blaettern, sondern aus Pulver hergestellt wird, und daher etwas bitterer ist als normaler gruener Tee).
Ich muss sagen, das war wirklich lecker! ^^
Allerdings keine Teezeremonie im eigentlichen Sinne, die wir da bekommen hatten, und so wie es aussah, wurden fuer normale Gaeste auch keine direkten gehalten.
Als der Teemeisterin, oder besser, die Dame im Kimono dann wiederkam, um die leeren Teeschalen abzuholen, habe ich sie einfach mal angesprochen.
Wir kamen fuer ein paar Minuten ins Gespraech, dann beschlossen Kanakosan und ich, uns den Garten mal genauer anzusehen.
Als wir uns dann schliesslich zum gehen durchringen wollten, kam die Dame im Kimono noch einmal und wir wurden prompt zu einer echten Teezeremonie eingeladen.
Wir sassen diesmal in einem anderen Raum, voellig leer, ausser einem Rollbild, auf dem fuer den heutigen Tag ein Lied stand, und einem Blumengesteck.
Anwesend waren ausser uns die Dame, mit der ich geredet hatte, und die sich als die Teemeisterin herausstellte, die fuer uns den Tee zubereitete, eine andere Frau, die ich erst wargenommen habe, als sie ploetzlich eine tiefe Verbeugung hinlegte und uns dann Wagashi brachte und alte Dame, die wohl der Lehrerin der beiden und die Besitzerin des Hauses sein muss, wie ich vermute.
Als Suessigkeit bekamen wir dieses mal, ich schaetze es war Zucker, oder so was in der Art, vielleicht auch Marzipan oder irgendwas japanisches, in der Form von Tannennadeln, Eicheln und roten Ahornblaettern.
Da wir uns welche aussuchen durften, vermieden sowohl Kanakosan als auch ich die roten Herbstblaetter, weil die einfach zu schoen zum essen waren.
Dannach wurde uns dann wieder der diesmal vor unseren Augen zubereitete Tee gebracht.
Die alte Dame war scheinbar sehr interessiert an einer Auslaenderin, die einigermassen Japanisch kann und sich fuer Dinge wie Teezeremonie begeistert, und hat froehlich drauflos geplaudert. Ab und zu musste mir Kanako zwar helfen, aber da sie auch nur Japanisch spricht, heisst das, sie musste es fuer mich nochmal wiederholen oder das Gesagte in einfacheres Japanisch uebersetzen ^^
Ich hoffe ich kann nochmal hingehen, denn das hat wirklich Spass gemacht.
Jaja, sowas mach ich in meiner Freizeit ^^
Montag, 5. November 2007
Hammer des Monats 4 (Oktober)

Ohisashiburi!
Lang nicht gelesen liebe Freunde. Und dabei gibt es mal wieder eine Menge zu berichten.
Aber erst mal zu den wichtigen Dingen.
Der Hammer des Monats Oktober.
Herrje, die Zeit rennt, nicht wahr.
Jetzt bin ich schon 4 lange Monate hier, und von Heimweh schon laenger keine Spur mehr.
Soll aber nicht heissen, dass ich euch alle nicht vermissen wuerde.
So, ich will dann mal zum Punkt kommen. Der Hammer dieses Monats ist:
HOKKAIDO!
Ja, ganz richtig, das ist die grosse kalte Insel ganz im Norden, beruehmt fuer ihre schneereichen Winter, fuer ihre landwirtschaftlichen Ertraege, wie Kartoffeln, Kuerbisse und Milch, fuer allerlei Seefood, Seeigel, Krebs, Lachs, Schrimps und co. und natuerlich fuer Sapporobier und grosse Eisfestivals. Ich koennte noch eine Menge anderes Aufzaehlen, aber dann wuerde ich warscheinlich noch eine Stunde hier weiterschreiben und das wuerde auf die Dauer ja auch langweilig.
Ende Oktober sind wir also (das heisst die beiden anderen Homestayleuts, Chris und Tom, Andreas, Miwa und ich. mit an Bord natuerlich auch die beiden Kinder von Andreas und Miwa, Rentarou und Leon)
Bis Hokkaido selbst lief alles wunderbar, kein verpasster Flieger, keine ewigen Kontrollen, und vor allem keine verloren gegangenen Gepaeckstuecke. Und kaum aus dem Flughafen raus, konnte man schon die ersten herbstlichen Farben bewundern.
Die anfaengliche Freude sollte aber schon nach kurzer Zeit, nett gesagt, den Bach runter gehen, denn als wir unseren Mietwagen fuer die vier Tage abholen wollten, stellte sich zur allgemeinen Freude heraus, dass das Gefaehrt leider nur fuer 6 Personen ausgelegt war.
Nach einiger Zeit konnten wir dann aber doch in einen groesseren Wagen wechseln, was allerdings erneute Kosten nach sich zog.
Endlich wieder auf dem Weg, machten wir zunaechst Stop in Shiraoi, wo sich ein Haeusschen von Miwa und Andreas vorfand und wir einen Kurzbesuch bei ehemaligen Nachbarn machten, dann ging es weiter nach Sapporo, ins Hotel.
Der Aufenthalt im Hotelzimmer war kurz, schon fuhr uns das Taxi in Richtung wohin?
Klar- Sapporo-biergarten natuerlich. Versorgt mit Bier und Dschingis Khan (eine spezielle Art von Barbeque koennte man sagen, nur in Hokkaido zu bekommen) versuchte Andreas dann erfolglos, dem eingeschuechterten Kellner Deutsch beizubringen. Der junge Mann schien dannach nur noch ungern an unseren Tisch zu kommen.
Tags darauf ging es nochmal nach Shiraoi, wo die versammelte Mannschaft zum Freilegen des Hauses (soll heissen zum "Gras" schneiden) angehalten, und ich zum Monster hueten abkommandiert wurde.
Abends wurde sich dann im Ramenrestaurant niedergelassen, zum Misoramen futtern. Waehrend des Essens konnte man sich dann von Seiten Andreas und Chris anhoeren, dass die Ramen hier zwar gut, die in Narashino aber trotzdem besser seien. Ich kann dazu nichts sagen, weil ich den Shop in Narashino noch nicht von innen gesehen hab, aber ich fand meine Butter-Corn-Misoramen sehr lecker! ;-)
Tag 3 bestand groesstensteils aus der etwa 300 km langen Autofahrt von Sapporo nach Hakodate.
Das Navigationssystem fuehrte uns nicht ueber die ewig gleich aussehende Schnellstrasse, sondern durch die herbstliche Landschaft der Berge, die man sich von Bildern her kaum schoener haette vorstellen koennen.
Hin und wieder wurde der fahrende Untergrund abgestellt, um einen Blick und eine Menge Fotos von der beeindruckenden Gegend erhaschen zu koennen.
Wir nahmen auch einen kleinen Umweg in Kauf, um uns einen See ansehen zu koennen, bei dem sich Chris und ich einstimmig dazu bereit erklaerten, hier koenne man uns aussetzen.
Dem geschah jedoch nicht so, und wir setzten unseren Weg Hakodate fort.
Waehrend des ganzen Weges wurde es auch nicht langweilig, weil wir unsere ganz private Schallplatte mitgebracht hatten.
Unterwegs stellte sich jedoch leider heraus, das diese wohl einen Riss zu haben schien, denn sie wiederholte immer wieder das selbe:
Kurisuba - Renti - Kurisuba - Renti - Kuuuuuriiisubaaaa- Reeeentiiii .......
Kurisuba - .... Kurisuba ....... Ohayou Kurisuba - Ohayou Renti - Kuuuuriii
.......subaaaa - Ja Renti
Wems jetzt immernoch nicht schimmert, Kurisuba koennte man auch Chrisba schreiben, und Renti ist natuerlich die Abkuerzung von Rentarou.
Und wen wundert es jetzt noch, dass immer wieder mal geseufzt wurde: ...hach, faengt das schon wieder an?!
Unterwegs machten wir ausserdem noch einen Stop an einem See, den wir dann spontan mit einem Boot befuhren und die Insel darauf besuchten.
In Hakodate wurde dann auch erstmal die Stadt unsicher gemacht, die beruehmt ist fuer ihre europaeischen Gebaeude (vor allem hollaendische), weil Hakodate in der Isolationszeit einer der einzigen "offenen" Haefen war, wo auch Auslaender sehr beschraenkt Handel treiben durften.
Im Hotel suchte Chris dann auch gleich mal das Zimmer ab, da sich in dem vorherigen doch etwas seltsame Gegenstaende vorgefunden hatten.
Zunaechst war da mal die Bedienungsanleitung fuer die Zimmerpantoffeln, weil ja kein Mensch darauf kommen koennte, dass man da einfach reinschluepfen muss.
Und dann noch das absolute Highlight, eine Tuete, die man sich, wir konnten es kaum glauben, bei Brand und Rauchentwicklung ueber den Kopf stuelpen soll.
Fragt sich doch, wovon man eher stirbt, vom Rauch, vom Feuer, oder weil man einfach unter der Tuete keine Luft mehr bekommt...
Samstag, 29. September 2007
Der Herbst kommt

Endlich, liebe Leser, wird es hier etwas kaelter, aber leider habe ich kaum warme Sachen hier, weil da wohl jemand vergessen hat, mir die zu schicken ;P
Wir werden am 23. Oktober nach Hokkaido aufbrechen, um uns auch mal den Norden Japans ein bisschen anzusehen ^^
Wird bestimmt interessant.
Leider kommt Katharina, eine Freundin aus meinem Japanischkurs in Deutschland, nicht mit, denn sie fliegt schon vorher nach Hause. Sehr schade!
Ich wuerde auch im Winter gern mal nach Sapporo fliegen, um mir das Eisfestival anzusehen, aber ich glaube eher nicht, dass ich nochmal so schnell die Gelegenheit haben werde, nach Hokkaido zu fliegen.
Ich bin schon sehr gespannt, weil ich bis auf den Sommer noch keine anderen Jahreszeiten in Japan erlebt habe. Ich werde mich bemuehen, so viele Eindruecke wie moeglich mit Wort und Kamera einzufangen ^^, und hoffe ihr bleibt solange meiner Seite treu !
Bis dahin,
eure Sayuri
Montag, 3. September 2007
Nikko ist ureshii!

Nach uebermaessiger Schreibfaulheit melde ich mich mal wieder zurueck, obwohl ich ja versprochen hatte, jetzt mal mehr zu schreiben.
Aber gebt die Hoffnung nicht auf. Noch ist nicht alles verloren.
Ich moechte heute endlich mal von meinem Ausflug nach Nikko erzaehlen (der zugegebenermassen schon seeeehr lange her ist).
Ich hatte das mit Katharina, einer Freundin aus dem Japanisch-Kurs, schon in Deutschland besprochen, und so haben wir uns dann schliesslich in Ueno, vor dem Hardrock-Cafe gleich beim Hauptausgang, getroffen.
Um elf Uhr sollte es losgehen, und ich war puenktlich. Katharina und ihre Mutter haben schon auf mich gewartet, dann mussten wir noch schnell Tickets fuer mich kaufen und ab gings in den Zug.
Mit dem Shinkansen eine kurze Strecke bis zu einem unaussprechlichen Bahnhof, auf dem wir in einen lokalen Zug mit Ziel Nikko einstiegen.
Wir fuhren vorbei an Waeldern und viel Gruen, ein ganz anderes Bild als die zugebaute Betonwueste in Tokyo.
Angekommen in Nikko haben wir uns kurz umgesehen, und dann entschieden, den Weg zu den Tempeln zu Fuss zurueckzulegen, weil man dann gleich eine kleine Sightseeingtour durch die Stadt machen konnte. Nikko ist ja nur eine Kleinstadt, die offensichtlich viel vom Tourismus lebt. Es gibt viele aeltere Haeuser und eine Menge kleiner Shops. In vielen kann man Souveniers und Ramsch kaufen, aber es gibt auch welche fuer Holzarbeiten, Kimonos oder Kunst.
Die Tempel in Nikko sind wirklich beeindruckend. Auch wenn die anderen Tempel in Japan ja auch meist nicht gerade schmucklos sind, Nikko ist noch eine ganze Ecke prunkvoller.
Wahnsinnig viele Schnitzereien, bis ins kleinste Detail, mit bunten Farben und viel Gold, man weiss wirklich nicht, wo man zuerst hinschauen soll.
Wir haben alle Tempel nach der Reihe abgeklappert und natuerlich auch die beruehmten drei Affen nicht vergessen.
Der Name Nikko bedeutet uebrigens Sonnenlicht oder Sonnenschein.
Die Anlage wurde zu Ehren des beruehmten ersten Shogun Ieyasu Tokugawa gebaut, fuer den sich hier auch ein Mausoleum befindet, und ein Tempel, in dem er als Gott verehrt werden soll.
Dass heute alles voller Touristenstroeme ist, war dabei wohl sicher nicht im Sinne des Erbauers ^^
Man trifft in Nikko wirklich viele Auslaender, aber auch eine ganze Horde von Schulkindern, die hier zum Sommerausflug her zitiert werden.
Und genau diese Schulkinder kamen irgendwann in einer Dreiergruppe auf uns zu, alle ihre blauen Muetzen auf, und begannen uns ihre auswendig gelernten englischen Saetze aufzusagen.
Blaue Muetze 1: "Hello, do you speak English?"
wir: "yes"
Blaue Muetze 2: "May we ask some questions?"
wir: "yes, no problem"
Blaue Muetze 3: "Where do you come from?"
wir: "Germany"
Blaue Muetze 1: "What do you like to eat?" (Sie zeigen dabei eine Karte mit typischen Japanischen Gerichten, die fast alle lecker sind ^^)
Wir waehlen eins aus.
Blaue Muetze 2: "What sports do you like?"
Wir sagen was wir moegen.
Blaue Muetze 3: "Thank you"
Wir laecheln und sagen was zum Abschied.
Das dumme daran war nur, und deshalb habe ich dieses Gespraech auch aufgeschrieben, die anderen Auslaender muessen den Braten schon vorher gerochen haben, sodass wir ploetzlich zu den einzigen paar Auslaendern in der Gegend zaehlten, und es dauerte auch keine 2 Minuten bis die naechsten 3 blauen Muetzen vor uns standen (Gespraech oben abzulesen)
Das zweite und dritte Mal war das ja auch noch ganz lustig, aber nach dem 6ten oder 7ten Mal hatten wir eine blaue-Muetzen-Phobie und haben gemacht, dass wir wegkamen.
Auf dem Rueckweg konnte ich es mir natuerlich nicht verkneifen, in einen kleinen Kimonoladen zu spazieren, wo es gerade 50% auf Obi und Frauenkimonos gab.
Nach einer kurzen Unterhaltung auf Japanisch mit dem Verkaeufer ging ich mit einem neuen Obi, in dunkelbraun mit goldenen Faechern bestickt, und der Verkaeufer mit dem Wissen, das "Arigatou" auf Deutsch "Danke" heisst, hervor.
Am Bahnhof war der Zug gerade da, sodass ich, obwohl ich noch gar kein Ticket hatte, mit einem "Daijoubu" = "Schon in Ordnung", in den Zug gedraengt wurde, die Tueren schlossen und ich sass da und war baff.
Uns gegenueber im Zug sass ein Japanisches aelteres Ehepaar mit Sohn, so wie es schien, und dessen auslaendischer Freundin.
Wir haben uns waehrend der Fahrt aufgeregt unterhalten, wie wir den Leuten am naechten Bahnhof dann erklaeren sollen, dass ich kein Ticket habe.
Wir haben es dann aber doch geschafft, musste ich eben nur nachzahlen, und das wars.
Als wir gerade fertig sind, fragt uns von hinten jemand "Wann faehrt der naechste Zug?" Wir drehen uns um, und da stehen die Leute, die uns gegenueber gesessen hatten, und sprechen mit uns in fliessendem Deutsch. Da waren wir aber wirklich platt.
Ist mir auch bis jetzt noch nicht wieder passiert. Aber ich glaube es passiert auch nur einmal im Leben, dass man von Japanern auf Deutsch angesprochen wird, wenn man sie nicht kennt.
Dienstag, 21. August 2007
Fahrt ins "Gruene"

Tut mir leid, dass ihr so lange Warten musstet und vielen Dank fuer eure Geduld.
Ich war in letzter Zeit etwas schreibfaul und deshalb werden jetzt wohl einige Post hintereinander folgen, die eigentlich schon frueher hier haetten erscheinen sollen.
Ja, was hab ich in der Zwischenzeit so gemacht?
Nun, meine superspontane Gastmutter (und das meine ich so wie ich es schreibe) hat sich morgens dazu entschieden, dass wir unbedingt mal einen kurzen Urlaub machen muessen, solange sie noch nicht wieder arbeiten muss.
Also hat sie sich abends an den PC gesetzt, mich dazugeholt und wir haben nach bezahlbaren Unterkuenften Ausschau gehalten.
Eikosans Wahl fiel schliesslich auf eine kleine 10 Zimmer Pension in Tateyama, oder besser gesagt, irgendwo im Nirgendwo.
Wir hatten wahnsinniges Glueck, denn es war tatsaechlich noch am selben Tag ploetzlich ein Zimmer frei geworden, das wir haben konnten.
Zwei Tage spaeter sassen wir alle in dem Auto von Eikosans Freundin Rie-san, die sich spontan einen Tag vorher auch eingeladen hatte, und waren auf dem Weg nach Tateyama.
Wir kamen puenktlich zum Abendessen an, und sahen uns einer franzoesischen Kueche und einem wirklich netten alten Ehepaar, das die Pension leitet, gegenueber. Nach dem Essen schnell in die Yukatas geschnuert und auf zum Meer, denn es sollte ja alles noch viel besser kommen.
Es war naemlich ein riesiges Feuerwerk angekuendigt.
Natuerlich gab es mit dem Auto kein Durchkommen, und erst recht keinen Parkplatz mehr. Trotzdem haben wir eine Menge von dem Feuerwerk gesehen, denn wir haben abwechselnd am Auto gewartet. Es war wirklich atemeraubend, und das dachte nicht nur ich, sondern auch die Japaner haben ihre Begeisterung mit lauten "Sugoiiii!"-Rufen und Klatschen zum Ausdruck gebracht.
Ein so grosses Feuerwerk habe ich noch nie gesehen, etwa 8.000-10.000 Feuerwerkskoerper, und ueber dem Meer, teilweise von Schiffen aus, die die Raketen in Faecherform abschossen, war es naatuerlich besonders schoen.
Am Tag darauf sind wir an den Strand gegangen und im Meer "geschwommen" bzw. wir haben uns von den Wellen umwerfen lassen. Es hat wirklich Spass gemacht, aber hinterher hatten alle, ausser die Kinder, einen Sonnenbrand, wobei Eikosan nur ganz wenig an den Schultern, ich an Ruecken und Brust, und Rie-san war im ganzen rot wie eine Tomate.
Schade, dass wir schon so bald wieder nach Hause mussten, ich wuerde gern nochmal ans Meer fahren.
Vielleicht bekomme ich ja nochmal die Gelegenheit
Montag, 30. Juli 2007
Ich lebe ja noch...

Mir wurde hier jetzt schon mehrfach nachegelegt, ich solle mich doch mal melden, man wolle wissen, wie es mir geht.
Nun, ich kann nur sagen, ich bin ein Jahr hier und ihr koennt nicht erwarten, dass ich jeden Tag irgendwas ganz aussergewoehnliches erlebe.
Aber ich fasse mal zusammen, was ich so in der Zeit meiner Schreibunlust so verbrochen hab.
Ich habe eine Karte zum Ausleihen von DVDs im Tsutaya, eine grosse Buecher- und Filme-Handlung hier in Japan, besorgt, denn erstens kann ich einfach nicht jeden Tag nach Tokyo fahren, weil das zu Zeitaufwenig und auch zu teuer ist, und so viel Geld hab ich ja dann auch nicht, und zweitens kann ich nebenbei noch ein bisschen Japanisch lernen.
Ich bin in letzter Zeit durch Akihabara, Shibuya, Harajuku und des oefteren durch Ueno gestiefelt. Damit sich auuf alle was darunter vorstellen koennen, werde ich mich nach und nach mit den Vierteln hier in Tokyo beschaeftigen und mit den anderen Orten, die ich so besuche.
In naechster Zeit werde ich auch Bilder online stellen, damit ihr auch sehen koennt, wie ich hier so lebe.
Das erste findet ihr aber jetzt schon hier ueber dem Post.
Das ist das Namensschild vor der Tuer meiner Familie "Shida"
Fret euch auf Neue Neuigkeiten ^^
また ね
Sayuri
Mittwoch, 18. Juli 2007
Regen, Essen, Matsuri...
Hallo alle miteinander.
Ich hoffe es geht allen gut, und ihr lest fleissig meinen Blog. An dieser Stelle moechte ich nochmal auf meine Links unten hinweisen. Im Forum werde ich auch einen Bericht schreiben, der allerdings wohl etwas kompakter ausfallen wird, aber sicher so dies oder das enthalten wird, was ich hier nicht unbedingt schreibe. Es wuerde mich als freuen, wenn ihr da auch mal vorbeischaut, da koennt iha auch die Erfahrungen der anderen lesen, die hier so rumhaengen oder rumgehangen haben. ^^
So langsam geht die Regenzeit zu Ende, worueber ich sehr froh bin, denn das staendige Geniesel macht Spaziergaenge recht ungemuetlich.
Ich bin gerade dabei, diverse Essensdinge zu testen, was mitunter ziemlich interessant sein kann. Leider musste ich auch schon Bekanntschaft mit Natto machen, einem klebrigen, schleimigen, von der Konsistenz an Kochkaese erinnernden, stinkenden Etwas, das weder schmeckt, noch schoen aussieht.
Curry, Tempura-Udon und Aloe Vera-Joghurt dagegen haben es mir angetan ^^
Es wird ja langsam mal Zeit, dass ich meine Familie vorstelle, bei der ich hier wohnen darf.
Da haetten wir zunaechst Eikosan, eine neugierige, lustige und sehr nette Japanerin, mit kurzen Haaren und einem Fable fuer Zigaretten und Bier. Sie war total geschockt, als ich ihr gesagt habe, dass ich kein Bier mag. "Aber alle Deutschen moegen Bier! Bier und Wurst!" XD
Dann haben wir da noch Yuuga, 7 Jahre alt (gerade geworden) und richtiger Frechdachs. Er liebt Spiele aller Art und Sport.
Und nicht zu vergessen Ayuka (genannt Ayu), immer am Lachen und denkt nur ans Essen. Lustigerweise hat sie eine besonders tiefe Stimme, sodass sie oft mit einem Jungen verwechselt wird. Im Austausch hat Yuuga eine relativ hohe Stimme.
Eikosan moechte immer, dass die beiden Tauschen.
Am Montag den 16. war ich mit den drei auf einem Festival, genannt Matsuri, allerdings einem fuer Kinder. Die Kinder konnten dort alle moeglichen Dinge aus irgendwelchen Pools angeln, vor allem Flummis, oder versuchen, Golf zu spielen.
Ich habe mit Eikosan Minitatamimatten gemacht, dass heisst, wir haben den Rahmen drum gespannt. Es war ziemlich lustig und sie sind echt huebsch geworden.
Hinterher sind wir noch ein bisschen Schoppen gegangen, und ich habe eine Riesenschuessel Tempura-Udon verspeisst. Bei Gelegenheit stelle ich das Bild davon und auch ein paar von meiner Familie on.
Bis dahin
ki o tsukete
eure Sayuri
Ich hoffe es geht allen gut, und ihr lest fleissig meinen Blog. An dieser Stelle moechte ich nochmal auf meine Links unten hinweisen. Im Forum werde ich auch einen Bericht schreiben, der allerdings wohl etwas kompakter ausfallen wird, aber sicher so dies oder das enthalten wird, was ich hier nicht unbedingt schreibe. Es wuerde mich als freuen, wenn ihr da auch mal vorbeischaut, da koennt iha auch die Erfahrungen der anderen lesen, die hier so rumhaengen oder rumgehangen haben. ^^
So langsam geht die Regenzeit zu Ende, worueber ich sehr froh bin, denn das staendige Geniesel macht Spaziergaenge recht ungemuetlich.
Ich bin gerade dabei, diverse Essensdinge zu testen, was mitunter ziemlich interessant sein kann. Leider musste ich auch schon Bekanntschaft mit Natto machen, einem klebrigen, schleimigen, von der Konsistenz an Kochkaese erinnernden, stinkenden Etwas, das weder schmeckt, noch schoen aussieht.
Curry, Tempura-Udon und Aloe Vera-Joghurt dagegen haben es mir angetan ^^
Es wird ja langsam mal Zeit, dass ich meine Familie vorstelle, bei der ich hier wohnen darf.
Da haetten wir zunaechst Eikosan, eine neugierige, lustige und sehr nette Japanerin, mit kurzen Haaren und einem Fable fuer Zigaretten und Bier. Sie war total geschockt, als ich ihr gesagt habe, dass ich kein Bier mag. "Aber alle Deutschen moegen Bier! Bier und Wurst!" XD
Dann haben wir da noch Yuuga, 7 Jahre alt (gerade geworden) und richtiger Frechdachs. Er liebt Spiele aller Art und Sport.
Und nicht zu vergessen Ayuka (genannt Ayu), immer am Lachen und denkt nur ans Essen. Lustigerweise hat sie eine besonders tiefe Stimme, sodass sie oft mit einem Jungen verwechselt wird. Im Austausch hat Yuuga eine relativ hohe Stimme.
Eikosan moechte immer, dass die beiden Tauschen.
Am Montag den 16. war ich mit den drei auf einem Festival, genannt Matsuri, allerdings einem fuer Kinder. Die Kinder konnten dort alle moeglichen Dinge aus irgendwelchen Pools angeln, vor allem Flummis, oder versuchen, Golf zu spielen.
Ich habe mit Eikosan Minitatamimatten gemacht, dass heisst, wir haben den Rahmen drum gespannt. Es war ziemlich lustig und sie sind echt huebsch geworden.
Hinterher sind wir noch ein bisschen Schoppen gegangen, und ich habe eine Riesenschuessel Tempura-Udon verspeisst. Bei Gelegenheit stelle ich das Bild davon und auch ein paar von meiner Familie on.
Bis dahin
ki o tsukete
eure Sayuri
Samstag, 14. Juli 2007
Supermarktfieber und Japanischwahn
Jetzt bin ich schon eine Woche hier.
Das Wetter ist zwar nett gesagt, beschissen, aber was soll man machen. Ich habe das Unglueck grade gepachtet, denn nach dem kraenklich sein hab ich jetz eine schoene Erkaeltung.
Im Umkreis gibt es hier genug Supermaerkte, um den ganzen Tag Essen kaufen zu gehen, aber da ich noch nicht so genau weiss, was das alles so ist, steh ich da meistens wie der Ochs vorm Berg ^^
Einen Buecher- und DVD-Laden hats hier auch gleich um die Ecke, aber wegen dem dummen Regen und den ecklig warm-nassen Temperaturen, bin ich noch am ueberlegen, ob ich wirklich heute aufb Tour gehen mag. Ist eben Regenzeit.
Gestern abend war Eikosans Nachbarin Shizusan zu Besuch und wir haben bis um 1 Uhr gelacht und auch ein wenig getrunken (Eikossans erklaertes Ziel ist es, den richtigen Alkohol fuer mich zu finden, damit ich immmer abends mit ihr trinken kann). Beide haben mich Loecher in den Bauch gefragt und waren ganz begeistert, dass ich mit Karteikarten japanische Vokabeln lerne. Ich musste ihnen dann auch einige deutsche Woerter bebringen, unter anderem Prost, auf japanisch: Kampai!
Das r war schwer zu verstehen fuer sie, als haben sie immer Post gesagt. Als
ich ihnen dann gesagt habe, dass Post etwas ganz anderes heisst, fanden sie das urkomisch. Erst, nachdem ich Katakana zu hilfe genommen habe, um ihnen die Aussprache zu zeigen, konnten sie es aussprechen. Allergings gingen Woerter wie frech oder lachen gar nicht, weil sich ch so gut wie garnicht mit der japanischen Silbenschrift umschreiben laesst.
Im grossen und ganzen war ich jedoch erstaunt, wie viel ich ohne Erklaerung und ohne dass jemand extra langsam fuer mich redet, verstanden habe, einfach nur durch zuhoeren.
Das solls fuer heute gewesen sein,
lg Sayuri
PS: ICH ERWAEHNE ERNEUT, WER KEINE NAMEN UNTER SEINE KOMMENTARE SETZT, BEKOMMT DIESE NICHT VON MIR VEROEFENTLICHT!!!!
Das Wetter ist zwar nett gesagt, beschissen, aber was soll man machen. Ich habe das Unglueck grade gepachtet, denn nach dem kraenklich sein hab ich jetz eine schoene Erkaeltung.
Im Umkreis gibt es hier genug Supermaerkte, um den ganzen Tag Essen kaufen zu gehen, aber da ich noch nicht so genau weiss, was das alles so ist, steh ich da meistens wie der Ochs vorm Berg ^^
Einen Buecher- und DVD-Laden hats hier auch gleich um die Ecke, aber wegen dem dummen Regen und den ecklig warm-nassen Temperaturen, bin ich noch am ueberlegen, ob ich wirklich heute aufb Tour gehen mag. Ist eben Regenzeit.
Gestern abend war Eikosans Nachbarin Shizusan zu Besuch und wir haben bis um 1 Uhr gelacht und auch ein wenig getrunken (Eikossans erklaertes Ziel ist es, den richtigen Alkohol fuer mich zu finden, damit ich immmer abends mit ihr trinken kann). Beide haben mich Loecher in den Bauch gefragt und waren ganz begeistert, dass ich mit Karteikarten japanische Vokabeln lerne. Ich musste ihnen dann auch einige deutsche Woerter bebringen, unter anderem Prost, auf japanisch: Kampai!
Das r war schwer zu verstehen fuer sie, als haben sie immer Post gesagt. Als
ich ihnen dann gesagt habe, dass Post etwas ganz anderes heisst, fanden sie das urkomisch. Erst, nachdem ich Katakana zu hilfe genommen habe, um ihnen die Aussprache zu zeigen, konnten sie es aussprechen. Allergings gingen Woerter wie frech oder lachen gar nicht, weil sich ch so gut wie garnicht mit der japanischen Silbenschrift umschreiben laesst.
Im grossen und ganzen war ich jedoch erstaunt, wie viel ich ohne Erklaerung und ohne dass jemand extra langsam fuer mich redet, verstanden habe, einfach nur durch zuhoeren.
Das solls fuer heute gewesen sein,
lg Sayuri
PS: ICH ERWAEHNE ERNEUT, WER KEINE NAMEN UNTER SEINE KOMMENTARE SETZT, BEKOMMT DIESE NICHT VON MIR VEROEFENTLICHT!!!!
Mittwoch, 11. Juli 2007
Vom Fliegen, Landen, und Gepaeck suchen ....
Liebe Leute,
fuer alle, die es noch nicht wissen, ich bin angekommen. Mein Flieger hat sich nicht verflogen, und ich bin auch nicht in irgendwelche Wirbelstuerme geraten. Der Flug nach London war ganz normal, ich sass zwischen 2 Englaenderinnen, die nur lesen, und bei der Flugbegleitung dauernd das Falsche ordern konnten. (Ich haette gern einen Tee... oder nein doch lieber einen Orangensaft... ach in dem Orangensaft sind ja gar keine Fruchtfleischstuecke, dann doch lieber einen Tee... ach nein, der ist ja zu stark, geben sie mir einen Kaffee und Milch... ach ja und den Orangensaft haett ich doch gern...)
In London musste ich durch eine Menge Kontrollen, zum Glueck hatte ich nix piepsiges an und an meinem Handgepaeck gabs auch nix zu maeckeln. Das ganze dauerte dann aber so lang, dass wir zu unserem Anschlussflug wetzen mussten. Ich habe wie gewuenscht einen Platz am Gang bekommen, fast ganz hinten, neben einem Maedchen, von dem ich dachte, sie sei auch Japanerin. Das dachten die Flugbegleiter auch, und haben sie immer auf Japanisch angesprochen, bis sie dann meinte, sie koenne kein Wort verstehen. Nach dem zu urteilen, was sie so aufgeschrieben hat, war sie Koreanerin.
Nun hatten wir uns so beeilt, in das dumme Flugzeug zu kommen, aber es wollte einfach nicht starten. Nach 2 Entschuldigungsdurchsagen des Kaaptins, die Flugbahn sei noch nicht frei (klasse Planung) konnten wir dann mit einiger Verspaetung starten.
Der Flug war ruckelig, aber ganz ok, aber gute Filme kamen nicht wirklich.
Endlich gelandet, das naechste Unheil schlich sich an. Und zwar in Form einer Message am Infobord in der Eingangshalle: "Message for REBECCA HEMER/ British Airways"
Ganz ehrlich, ich wusste bereits, was die von mir wollten, oder ich hatte zumindest einen Verdacht. Und der wurde prompt bestaetigt. Nachdem ich mich ewig und drei Tage bei der Passkontrolle angestellt hatte, bin ich zum naechsten British Airways-Schalter in der Kofferhalle gerannt, um mal zu fragen, was los war. Natuerlich konnte die Dame meinen Namen ueberhaupt nicht verstehen (obwohl der fuer Japaner eigentlich recht einfach auszusprechen ist, aber sie dachte wohl, er wuerde englisch ausgesprochen oder so was). NAch einiger Zeit konnte sie meinen Namen auf der Liste dann doch finden, auf der Liste, mit den verbaselten Koffern. Ja, meinen Koffer haetten sie leider in London vergessen, es taete ihnen ja soooo Leid. Wunderbar, aber das bringt meinen Koffer jetzt auch nicht her. Naja, bin dann mit 35 Pfund vertroestet worden, musste eine Reihe Zettel ausfuellen, und bin dann nur mit Handgepaeck, iun dem nichts als Buecher sind, nach draussen gewatschelt. Klasse Anfang. Und jetzt bin ich auch noch nett krank geworden, echt unfair so was.
So, das solls erstmal gewesen sein. bis bald
mata ne
eure Sayuri
fuer alle, die es noch nicht wissen, ich bin angekommen. Mein Flieger hat sich nicht verflogen, und ich bin auch nicht in irgendwelche Wirbelstuerme geraten. Der Flug nach London war ganz normal, ich sass zwischen 2 Englaenderinnen, die nur lesen, und bei der Flugbegleitung dauernd das Falsche ordern konnten. (Ich haette gern einen Tee... oder nein doch lieber einen Orangensaft... ach in dem Orangensaft sind ja gar keine Fruchtfleischstuecke, dann doch lieber einen Tee... ach nein, der ist ja zu stark, geben sie mir einen Kaffee und Milch... ach ja und den Orangensaft haett ich doch gern...)
In London musste ich durch eine Menge Kontrollen, zum Glueck hatte ich nix piepsiges an und an meinem Handgepaeck gabs auch nix zu maeckeln. Das ganze dauerte dann aber so lang, dass wir zu unserem Anschlussflug wetzen mussten. Ich habe wie gewuenscht einen Platz am Gang bekommen, fast ganz hinten, neben einem Maedchen, von dem ich dachte, sie sei auch Japanerin. Das dachten die Flugbegleiter auch, und haben sie immer auf Japanisch angesprochen, bis sie dann meinte, sie koenne kein Wort verstehen. Nach dem zu urteilen, was sie so aufgeschrieben hat, war sie Koreanerin.
Nun hatten wir uns so beeilt, in das dumme Flugzeug zu kommen, aber es wollte einfach nicht starten. Nach 2 Entschuldigungsdurchsagen des Kaaptins, die Flugbahn sei noch nicht frei (klasse Planung) konnten wir dann mit einiger Verspaetung starten.
Der Flug war ruckelig, aber ganz ok, aber gute Filme kamen nicht wirklich.
Endlich gelandet, das naechste Unheil schlich sich an. Und zwar in Form einer Message am Infobord in der Eingangshalle: "Message for REBECCA HEMER/ British Airways"
Ganz ehrlich, ich wusste bereits, was die von mir wollten, oder ich hatte zumindest einen Verdacht. Und der wurde prompt bestaetigt. Nachdem ich mich ewig und drei Tage bei der Passkontrolle angestellt hatte, bin ich zum naechsten British Airways-Schalter in der Kofferhalle gerannt, um mal zu fragen, was los war. Natuerlich konnte die Dame meinen Namen ueberhaupt nicht verstehen (obwohl der fuer Japaner eigentlich recht einfach auszusprechen ist, aber sie dachte wohl, er wuerde englisch ausgesprochen oder so was). NAch einiger Zeit konnte sie meinen Namen auf der Liste dann doch finden, auf der Liste, mit den verbaselten Koffern. Ja, meinen Koffer haetten sie leider in London vergessen, es taete ihnen ja soooo Leid. Wunderbar, aber das bringt meinen Koffer jetzt auch nicht her. Naja, bin dann mit 35 Pfund vertroestet worden, musste eine Reihe Zettel ausfuellen, und bin dann nur mit Handgepaeck, iun dem nichts als Buecher sind, nach draussen gewatschelt. Klasse Anfang. Und jetzt bin ich auch noch nett krank geworden, echt unfair so was.
So, das solls erstmal gewesen sein. bis bald
mata ne
eure Sayuri
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