Mittwoch, 6. Februar 2008

Hammer des Monats 5 (Dezember)

Hier ist der Hammer des Monats Dezember, den ich aus Zeitgruenden erst jetzt posten kann.
Ich hoffe ihr stoert euch nicht dran!

Nun, was war so los im Dezember? Naja, ich habe meinen Job gewechselt, und ... naja Weihnachten, was sonst ^^
Weihnachten ist eigentlich nicht so viel anders als in Deutschland, nur dass hier eben
keiner diesen Tag nutzt, um provisorischer Weise, ein Mal im Jahr in die Kirche zu gehen (Ausnahmen bestaetigen die Regel), es ist ein reines Konsumfest.
Es werden Geschenke an die Kinder verteilt, wobei auch eins! vom Weihnachtsmann dabei ist (wusste gar nicht, dass der in Japan zur Familie gehoert) und ansonsten wird alles ganz pompoes beleuchtet.
Ich war mit meiner Gastfamilie in Ikspiri (das ist ein Eeinkaufszentrum mit tollen Geschaeften genau neben Disneyland), und wir haben uns da die Weihnachtsshow angesehen.
Es gab Gesang, Lichtspiele, und Schneekanonen pusteten feinen echt kalten Schnee hinunter auf die gequetschten Zuschauer.
Dann haben wir noch ein bisschen Shopping begangen und ich hab Eikosan einen kleinen Ume-Bonsai (Ume- japanische Pflaume) aus Glas geschenkt, den sie sich ohne es zu wissen selbst ausgesucht hat, und ganz schoen ueberrascht war, als ich ihn ihr hinterher in die Hand gedrueckt hab ^^
War ein schoener Tag, auch wenn es nicht so war wie sonst immer. Vielleicht war das auch ganz gut so ^^

Endlich wieder mal ein Post!

Alle Jahre wieder will ich schon fast sagen, aber das passt ja nicht so ganz ins Bild.
Ja liebe Leute, ich lebe noch, und ausser einer kleinen, fast schon wieder vergangenen Erkaeltung gehts mir eigentlich ziemlich gut, auch wenn ich von meiner Mutter erfahren musste, dass man sich schon die wildesten Vorstellungen um meinen Verbleib machte.

Nun, ich bin nicht im Frauenknast gelandet (zu deiner Enttaeuschung Kathi!) und wuerde auch nicht von irgendwem entfuehrt, hab mir keinen schrecklichen Virus eingefangen und ein Erdbeben hat mich auch nicht zermanscht, also was wollt ihr eigentlich ;-P

Nun gut, ich gebe ja zu, dass ich mich schon lange nicht mehr mit einem ausfuehrlichen Bericht bei euch gemeldet hab, aber was wuerdet ihr schreiben, wenn ihr ueber die Erlebnisse bei euch zuhause erzaehlen sollt?
Nun, nicht viel schaetze ich.
Nagut, hier ist vielleicht nicht zuhause, aber zumindest leb ich doch ein Jahr hier, und da kommt das dem schon recht nahe.
Natuerlich erlebe ich eine Menge Zeug, worueber ihr warscheinlich stauenen wuerdet, aber die Frage ist auch, es so in Worte zu fassen, das man es versteht..
Bzw. es ueberhaupt mal in Worte fassen zu koennen.

Aber ich gebe mir ja, wie ich finde, alle Muehe, und werde hoeffentlich in naechster Zeit noch zu dem einen oder anderen Post kommen, denke ich ^^
Mit dieser Einlage will ich nur erklaeren, warum es manches Mal so lange dauert ^^

Wuensche trotzdem allen noch viel Spass beim weiterlesen und
ACH JA, es gibt wieder neue Fotos unter bekanntem Link! ^^
Douzo! Otanoshimini!

Donnerstag, 3. Januar 2008

Ein frohes neues Jahr!

Liebe Leute, ich wuensche allen, denen ichs noch nicht gewuenscht habe auf diesem Wege ein frohes neues Jahr 2008,
auf das es ein gutes Jahr wird! ^^

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Und ueberall an den Hochhausspitzen...


...sah ich bunte Lichterketten blitzen.

Ja, liebe Leute, es ist die Zeit der Geschenkesucherei, der ueberfuellten Einkaufshaeuser und der mit Kitsch und Gluehwein vollgestopften Maerkte, oder kurz: es ist Weihnachten.
Auch in Japan geht diese Zeit nicht vorbei, ohne dass einen ueberall Weinachtsmann und Co. angegrinsen und man von glitzernden Lichtern geblendet wird, waehrend aus den Lautsprechern die Weihnachtlieder rauf und runter droehnen.

Alles in allem habe ich aber nicht so sehr das Gefuehl, dass die Japaner Weihnachten so wichtig nehmen, warum sollten sie auch.
Vielmehr wird es vom kommenden neuen Jahr und dessen Vorbereitungen ueberschattet und man ist sich in einem Moment, wo man nicht die blinkende Hausfront des Nachbarn im Auge hat, doch nicht so ganz sicher, ob man sich nicht in der Zeitrechnung vertan hat.

Ach ja, es gibt noch etwas zu berichten: Ich habe meinen Job gewechselt und arbeite nun bei Andreas in der Bar.
Wer sich mal Bilder oder Berichte dazu ansehen moechte, findet diese im Forum (Link auf der Seite unten)

Ach ja, der Hammer des Monats November muss wegen ausbleibender wahnsinniger Ereignisse leider ausfallen. Ich bitte vielmals um Verzeihung!

So, nun moechte ich noch allen Lesern, meiner Familie, meinen Freunden, und Bekannten eine froehliche und gesegnte Weihnachtszeit wuenschen, und hoffe, dass es euch allen gut geht und ihr gut ins naechste Jahr rutscht.
Frohe Weihnachten!
Eure Sayuri

Dienstag, 27. November 2007

Sie sagten...

...und sie hatten Recht.
Wer sich noch an den Hokkaidobericht erinnert, da meinte ich koenne nichts zu den Ramen aus Narashino sagen.
Jetzt habe ich sie probiert und...

Chris, Andreas, ihr hattet Recht, das sind die besten Ramen! Entschuldigt mein Misstrauen ^^"

ああ、このラーメンは一番美味しい!!!

Montag, 19. November 2007

Moeglichkeiten fuer Besucher!

Auch dies ist eine Antwort auf einen Kommentar, erstens weiss ich ja nicht, ob ihr die Kommentare auch mitlest, und zweitens interessiert die Antwort vielleicht auch andere Leute ^^

Also, ich wurde gefragt, ob es fuer Auslaender ohne Japanischwissen (so schaetze ich ist das gemeint) auch moeglich ist, eine Teezeremonie zu erleben.

Alles in allem wuerde ich sagen das ist kein Problem, denn die Japaner zeigen eigentlich ganz gerne ihre Kultur, es kann aber sein, dass man dann ein bisschen Geld hinblaettern muss.
Ich wuerde raten, sich einfach mal an eine Touristeninformation zu wenden, oder an die Rezeption im Hotel, dort laesst sich oft etwas finden.
Diese kulturellen Vorstellung sind allerdings, und damit muss man rechnen, eher auf Touristen aus dem Ausland eingestellt, dass heisst, wen es nicht stoert, dass sich die "Vorstellung" ein wenig von der rein japanischen Version unterscheidet und man unter Umstaenden einen etwas hoeheren Aufpreis zahlen muss, der ist hier genau richtig.
Will man den wirklich japanischen Stil haben, heisst das zumindest ziemlich oft, einigermassen gute Japanischkenntnisse zu haben, oder japanische Bekannte, die einen unterstuetzen und einem alles erklaeren koennen.
Bei der Teezeremonie wuerde ich aber sagen, die "unoffizielle" Version ist angenehmer, weil man nicht alle Regeln befolgen muss und nicht die ganze Zeit schweigen und sich verbeugen muss. Im uebrigen gehen auch viele Japaner heute eher zu einer "unoffiziellen" Teezeremonie ^^

Und noch etwas am Rande: Der Besuch eines japanischen Gartens ist jedem Besucher Japans ohne Probleme moeglich, da es sowohl in Tokyo als auch in vielen anderen japanischen Staedten jap. Gaerten gibt.
Einige der beruehmtesten findet man vor allem in Kyoto, welche auch Teil des Weltkulturerbes sind.
Nicht alle Gaerten sind zwar offiziell zugaenglich, da sich eine Menge auf privaten Gruendstuecken befinden, aber es gibt genug, die fuer Besucher gedacht sind, und frei zugaenglich oder mit einem Eintritt von 100-300Yen verbunden sind .

Ich wuensche allen viel Spass und Freude beim Betrachten ^^

Samstag, 17. November 2007

Eine Schale Tee bitte!


...oder auch : Was macht Rebecca so in ihrer Freizeit.

Sicher hat jeder schon mal von Teezeremonie gehoert, aber ich bezweifle, dass viele von euch schon mal eine gesehen haben.
Im eigentlichen Sinne geht es darum, aus der alltaeglichen Geste des Teeausschenkens eine Kunst zu machen, sodass es nicht einfach nur darauf ankommt, guten Tee zu machen, sondern auch alles darum herum muss perfekt sein.
Dazu gehoert: Die richtige Kleidung des Teemeisters (Kimono was sonst), die richtige auf das Jahr, den Monat und den Tag Zimmereinrichtung (Aussuchen von Rollbild, Blumengesteck, Teegeschirr usw.) und auch jede einzelne Bewegung, die der Teemeister macht, ist vorgeschrieben und ueber Jahre einstudiert.
Teezeremonien koennen mitunter sehr streng sein, was Regeln betrifft. Darunter faellt, dass die Gaeste ebenfalls Kimono tragen muessen, um den Tee zu holen auf jeder Tatamimatte nur drei einhalb Schritte machen duerfen und sich nur zu bestimmten Zeiten unterhalten koennen. Politik oder Dinge, die schlechte Stimmung verbreiten koennten sind dabei Tabuthemen.
Heute nehmen es aber viele nicht mehr so genau, vor allen gegenueber Gaesten, die sich nicht auskennen.
Zum Tee werden vorher immer Suessigkeiten gereicht, damit der Tee nicht zu bitter schmeckt. Auch diese sind je nach Jahreszeit und Geschmack verschieden ^^

So, nun aber genug der Vorrede.

Warum ich euch das erzaehle koennt ihr euch aber sicher schon denken, nicht wahr?

Ich wurde an einem Sonntag von Eikosans Freundin Kanakosan dazu eingeladen, in ein Teehaus zu fahren, bzw. in ein Teezimmer (ein Teehaus "ochaya" ist der Arbeitsplatz der Geishas, man bekommt hier vor allem Unterhaltung und Alkohol, aber keinen Tee).
Zunaechst einmal hat es uns einige Zeit gekostet, das Teezimmer-Haus zu finden, denn es ist ziemlich versteckt in einer engen Strasse, und da Kanakosan das grosse Auto ihres Vaters dabei hatte, mussten wir hin und wieder mal die Luft anhalten.

Angekommen fanden wir ein sehr schoenes Haus mit drei oeffentlich begehbaren Teezimmern vor, und einen berauschend schoenen japanischen Garten (In Teezimmern ist die Schiebetuer zum Garten immer geoeffnet, damit die Gaeste den Garten bewundern koennen)
Eine aeltere Japanerin erzaehlte uns eine Menge ueber das Haus, dann nahmen wir auf Sitzkissen auf der Terasse Platz und bekamen Suessigkeiten (Wagashi ,jap. Suessigkeit, in Form einer riesigen Erdnuss (die Praefektur Chiba, in der ich wohne, ist beruehmt fuer Erdnuesse) und gefuellt mit Erdnussanko (Anko ist eine suesse Paste aus roten Bohnen, die fuer fast jede Art von traditionellen Suessigkeiten und auch fuer Eis, Pudding etc. genutzt wird)) und eine Schale mit Matcha (aufgeschaeumter Gruener Tee, der nicht aus Blaettern, sondern aus Pulver hergestellt wird, und daher etwas bitterer ist als normaler gruener Tee).
Ich muss sagen, das war wirklich lecker! ^^

Allerdings keine Teezeremonie im eigentlichen Sinne, die wir da bekommen hatten, und so wie es aussah, wurden fuer normale Gaeste auch keine direkten gehalten.

Als der Teemeisterin, oder besser, die Dame im Kimono dann wiederkam, um die leeren Teeschalen abzuholen, habe ich sie einfach mal angesprochen.
Wir kamen fuer ein paar Minuten ins Gespraech, dann beschlossen Kanakosan und ich, uns den Garten mal genauer anzusehen.
Als wir uns dann schliesslich zum gehen durchringen wollten, kam die Dame im Kimono noch einmal und wir wurden prompt zu einer echten Teezeremonie eingeladen.
Wir sassen diesmal in einem anderen Raum, voellig leer, ausser einem Rollbild, auf dem fuer den heutigen Tag ein Lied stand, und einem Blumengesteck.
Anwesend waren ausser uns die Dame, mit der ich geredet hatte, und die sich als die Teemeisterin herausstellte, die fuer uns den Tee zubereitete, eine andere Frau, die ich erst wargenommen habe, als sie ploetzlich eine tiefe Verbeugung hinlegte und uns dann Wagashi brachte und alte Dame, die wohl der Lehrerin der beiden und die Besitzerin des Hauses sein muss, wie ich vermute.
Als Suessigkeit bekamen wir dieses mal, ich schaetze es war Zucker, oder so was in der Art, vielleicht auch Marzipan oder irgendwas japanisches, in der Form von Tannennadeln, Eicheln und roten Ahornblaettern.
Da wir uns welche aussuchen durften, vermieden sowohl Kanakosan als auch ich die roten Herbstblaetter, weil die einfach zu schoen zum essen waren.
Dannach wurde uns dann wieder der diesmal vor unseren Augen zubereitete Tee gebracht.
Die alte Dame war scheinbar sehr interessiert an einer Auslaenderin, die einigermassen Japanisch kann und sich fuer Dinge wie Teezeremonie begeistert, und hat froehlich drauflos geplaudert. Ab und zu musste mir Kanako zwar helfen, aber da sie auch nur Japanisch spricht, heisst das, sie musste es fuer mich nochmal wiederholen oder das Gesagte in einfacheres Japanisch uebersetzen ^^

Ich hoffe ich kann nochmal hingehen, denn das hat wirklich Spass gemacht.

Jaja, sowas mach ich in meiner Freizeit ^^